Corona: Der Notfall-Plan der Regierung

Neue Erlässe in Kraft

Corona: Der Notfall-Plan der Regierung

Bei Verdachtsfällen sollen Kontaktpersonen in Risiko-Gruppen aufgeteilt werden.

Wien. Das Corona-Virus hält das Land weiter in Atem. Am Freitag präsentierten Gesundheitsminister Rudi Anschober und ­Innenminister Karl Nehammer eine Reihe von Maßnahmen, um eine Ausbreitung von Corona zu verhindern.
 
Notfallplan. Noch in den Abendstunden wurden je zwei Erlässe und Verordnungen Anschobers in Kraft gesetzt, die sicherstellen sollen, dass beim Auftreten von Corona-Fällen vom Burgenland bis Vorarlberg einheitlich und effizient vorgegangen wird. Eine davon: Betroffene Fluglinien müssen Passagierlisten übergeben.
 
Schulen & Kindergärten. Wie dieser Notfallplan für Schulen aussieht, skizzierte ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann: Zeigen ein Schüler oder eine Lehrkraft Corona-Symptome, wird sofort der Schularzt eingeschaltet, der die Gesundheitsbehörden verständigt. Parallel informiert die Direktion die Eltern. Die Gesundheitsbehörde übernimmt das Kommando und entscheidet über Testungen, Quarantäne und medizinische Maßnahmen.
 
Kontakte. Alle Personen der Einrichtung, also etwa der Schule, werden in Gruppen eingeteilt, verkündete ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz. Wer keinen Kontakt zu den Verdachtsfällen hatte, darf gehen. Die anderen müssen sich Tests unterziehen.
 
Kampagne. Als weitere Maßnahme informiert die Regierung die Bevölkerung über die wichtigsten Schutz-Maßnahmen.
 
Ärzte-Funkdienst aufgestockt. Wer Symptome aufweist, soll den Ärztefunkdienst 1450 rufen und nicht selbst zum Arzt gehen. Ein Team rückt an und führt Testungen durch. Der Ärzte-Funkdienst wurde um 200 Mediziner aufgestockt und ist sieben Tage in der Woche 24 Stunden erreichbar. Das kostet in Wien etwa 200.000 Euro monatlich. Ein Test kostet 100 bis 200 Euro.
 
Taskforce. Anschober richtete eine Taskforce ein, die im Gesundheitsministerium angesiedelt ist. Als externe Berate fungieren Rotkreuzkommandant Gerry Foitik und der Rektor der MedUni Wien Markus Müller. Hier sollen alle ­Fäden zusammenlaufen.
 
Sicherheitsrat. Am Freitagabend sollte der Sicherheitsrat zum Vorgehen gegen das Virus tagen.
 
Debora Knob

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