Blaue drängen FP-Chef, zu entscheiden
Hofburg-Wahl: Kickl in Entscheidungsnot
Blaue Sitzung. „Er kann nur den 9. August gemeint haben, denn für diese Woche ist immer noch kein Präsidium eingeladen worden“, zeigen sich gleich mehrere FPÖ-Granden enerviert. FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte am Wochenende angekündigt, die Entscheidung über einen blauen Präsidentschaftskandidaten „um den 9. Juli zu präsentieren“.
„Er hat mit seinem ewigen Taktieren übertrieben“, ätzt ein weiterer Spitzen-Blauer. Kickl vertraue nur noch einer Handvoll Leuten – allesamt Mitarbeiter – und „kommuniziert gar nicht mehr mit uns. Dann soll er den Wahlkampf auch alleine bestreiten“, heißt es aus mehreren blauen Ländern.
Zu beneiden ist der Ober-Blaue derzeit wirklich nicht. Im Unterschied zum Präsidentschaftswahlkampf 2016 sind jetzt mit Ex-BZÖ-Mann Gerald Grosz und MfG-Chef Brunner bereits zwei Kandidaten im Rennen, die im selben Wählersegment fischen wie Kickl. Zudem gibt es – anders als 2016 – nicht einen Kandidaten, den sich quasi die ganze Partei wünscht.
Umfrage-Dilemma für Kickl wird größer
Daten. Eine Umfrage aus Parteikreisen – 1.500 Befragte Ende Juni – zeigt, dass Grosz derzeit auf 13 Prozent, Susanne Fürst als FP-Kandidatin auf 9 und Tassilo Wallentin (als Anwalt und Krone-Kolumnist abgefragt) auf vier Prozent käme. Brunner ist da noch gar nicht abgefragt. Kickl führte zuletzt Talks mit Wallentin und Fürst.
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