Hofburg-Wahl: Kickl in Entscheidungsnot

daniel

Hofburg-Wahl: Kickl in Entscheidungsnot

In der FPÖ mehren sich die Stimmen, dass ''Kickl sein Taktieren übertrieben'' habe.

Blaue Sitzung. „Er kann nur den 9. August gemeint haben, denn für diese Woche ist immer noch kein Präsidium eingeladen worden“, zeigen sich gleich mehrere FPÖ-Granden enerviert. FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte am Wochenende angekündigt, die Entscheidung über einen blauen Präsidentschaftskandidaten „um den 9. Juli zu präsentieren“.

„Er hat mit seinem ewigen Taktieren übertrieben“, ätzt ein weiterer Spitzen-Blauer. Kickl vertraue nur noch einer Handvoll Leuten – allesamt Mitarbeiter – und „kommuniziert gar nicht mehr mit uns. Dann soll er den Wahlkampf auch alleine bestreiten“, heißt es aus mehreren blauen Ländern.

Zu beneiden ist der Ober-Blaue derzeit wirklich nicht. Im Unterschied zum Präsidentschaftswahlkampf 2016 sind jetzt mit Ex-BZÖ-Mann Gerald Grosz und MfG-Chef Brunner bereits zwei Kandidaten im Rennen, die im selben Wählersegment fischen wie Kickl. Zudem gibt es – anders als 2016 – nicht einen Kandidaten, den sich quasi die ganze Partei wünscht.

Umfrage-Dilemma für Kickl wird größer

Daten. Eine Umfrage aus Parteikreisen – 1.500 Befragte Ende Juni – zeigt, dass Grosz derzeit auf 13 Prozent, Susanne Fürst als FP-Kandidatin auf 9 und Tassilo Wallentin (als Anwalt und Krone-Kolumnist abgefragt) auf vier Prozent käme. Brunner ist da noch gar nicht abgefragt. Kickl führte zuletzt Talks mit Wallentin und Fürst.