gusi schaden

Heinz Schaden

"Eine Steuerreform ist kein gutes Thema"

Heinz Schaden ist sauer auf die SPÖ-Spitze und hält eine Neuwahl für unausweichlich.

ÖSTERREICH: Warum werfen Sie dem Bundeskanzler Gesetzesbruch vor?
Heinz Schaden: Wir haben im Herbst 2007 einen Finanzausgleich beschlossen. Bevor noch die Tinte der Unterschrift des Bundespräsidenten trocken ist, wird ­dieses Gesetz gebrochen.
ÖSTERREICH: Ist die Forderung nach der vorgezogenen Steuerreform so falsch?
Schaden: Wir haben 1999 unter Viktor Klima eine Steuerreform gemacht und die Wahl verloren. 2002 ist die FPÖ nach Knittelfeld gezogen und hat eine vorgezogene Steuerreform verlangt. Eine Steuerreform ist kein gutes Thema für die Wahl, die sich abzeichnet.
ÖSTERREICH:
Sind Neuwahlen unausweichlich?
Schaden: Das Klima ist derart im Keller, dass es schwer vorstellbar ist, wie die noch weiterarbeiten wollen.
ÖSTERREICH: Werden Sie wieder mit Gusenbauer in den Wahlkampf ziehen?
Schaden: Ich bitte um Verständnis, wenn ich jetzt keine Personaldebatte auslöse.
ÖSTERREICH: Haben wir einen guten Bundeskanzler?
Schaden: Dazu äußere ich mich nicht. Das überlasse ich der Bevölkerung.
ÖSTERREICH: Sie wirken richtig sauer?
Schaden: Das kann man so sagen, da bin ich ein Durchschnittsbürger.
ÖSTERREICH: Sauer auch wegen des Zustandes der SPÖ?
Schaden: Alles andere wäre erstaunlich.

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