Faymann Spindelegger Fekter

Leitl schlägt vor

Erfolgs-Prämie für Politiker

Polit-Gagen an Erfolge koppeln - Bei Erfolg bis 30 Prozent mehr.

Kritik an den Gagen der österreichischen Politiker kommt jetzt von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. „Wir brauchen hier eine erfolgsorientierte Entlohnung“, fordert Leitl. Er schlägt die Einführung eines Bonus-Malus-Systems vor – konkret: Eine Erfolgsprämie, wenn es gut läuft, aber auch einen Abzug, wenn Ziele nicht erreicht werden.

„Ich stelle mir eine Bandbreite vor“, so Leitl. „Bei schwacher Performance eines Politikers würden 30 Prozent vom Fixum abgezogen. Bei guter Leistung wären bis zu 130 Prozent der jetzigen Gage zu erreichen.“

Für den Kanzler – er verdient regulär 20.400 Euro brutto im Monat – würde das im besten Fall eine Steigerung auf 26.520 Euro bedeuten. Und in die andere Richtung wäre eine Reduktion um 6.120 Euro möglich; dann läge die Monatsgage nur mehr bei 14.280 Euro.

Für ein solches System wären genaue Kriterien zu definieren – „etwa hinsichtlich der Entwicklung von Arbeitsmarkt, Wirtschaftswachstum, Ausbildungsstandards“.

Alle Regierungsmitglieder nach Leistung entlohnen
Wenn Österreich dann bei diesen Kriterien besser abschneide als vergleichbare europäische Länder, werde die Erfolgsprämie fällig, stellt sich Leitl vor. Bei allen Regierungsmitgliedern könnte die Entlohnung auf diese Weise an die Leistung geknüpft werden, entsprechend des jeweiligen Zuständigkeitsbereichs, so der Kammer-Präsident.

Eine erfolgsabhängige Politiker-Entlohnung gebe es zwar bisher in keinem Land – „aber Österreich könnte doch auch hier einmal innovativ sein“, regt Leitl an.

Bürgermeister
 hat 17 Milliarden
Fast arm muten unsere heimischen Politiker an, wenn man sie mit den wirklich reichen internationalen Politikern vergleicht. Jetzt veröffentlichte das US-Wirtschafts-Magazin Forbes die Liste der reichsten „Volksvertretern“.

Offenbar gibt es doch eine ­direkte Verbindung zwischen immensem Reichtum und gewaltiger Macht. Die meisten Politiker auf dieser Liste machten ihre Milliarden in der Medien- oder Dienstleistungsbranche.

  • 1. New Yorks Bürgermeister: Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York, hat 17 Milliarden Euro (22 Mrd. $) am Konto. Er verdiente diese Mega-Summe mit einem Netzwerk an Medien und Finanzdienstleistungen.

Der reichste Politiker der Welt

  • Michael Bloomberg NY-Bürgermeister (Vermögen: Medien)17 Mrd.
  • Mikhail Prokhorov Präsidentschaftskandidat Russland (Metalle)10 Mrd.
  • Bidzina Ivanishvili Premierminister-Kandidat Georgien (Banken)5 Mrd.
  • Silvio Berlusconi Ex-Ministerpräsident Italiens (Medien)4,5 Mrd.
  • Ross Perot Sr. Ex-US-Präsidentschaftskandidat (Computer)2,7 Mrd.
  • Andrei Guriev Senator in Russland (Düngemittel)2,7 Mrd.
  • Nguib Sawiris Parteigründer Ägypten (Telekommunikation)2,4 Mrd.

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