FPÖ hievt Steger ins Parlament

Prominente Tochter

FPÖ hievt Steger ins Parlament

Eigentlich lag die Basketballerin nur auf Platz 10 der Wiener Landesliste.

Petra Steger, die Tochter des früheren Ex-Vizekanzlers und FPÖ-Obmanns Norbert Steger, wird wohl fix in den Nationalrat einziehen. Dem Vernehmen nach wurde dies parteiintern in Wien bereits entschieden. Sie hat zwar nur auf Platz zehn der Wiener Landesliste kandidiert, wie die APA erfahren hat, dürften jedoch einige Kandidaten auf ihr Mandat verzichten. Steger - die zu den besten Basketballerinnen des Landes gehört - würde damit den Sprung ins Hohe Haus schaffen.

Gespräche
Offiziell bestätigt wurde dies vorerst nicht. Noch gebe es "Gespräche", hieß es in der Landespartei. Tatsächlich dürften die blauen Mandatsentscheidungen aber großteils bereits gefallen sein. In Sachen Grundmandate sehen diese so aus: Das FPÖ-Direktmandat im Wahlkreis Süd-West geht an Johannes Hübner, jenes aus dem Wahlkreis Nord an den Steuerberater Hubert Fuchs. Beide waren dort Spitzenkandidaten.

Parteichef Heinz-Christian Strache verzichtet hingegen auf jenes, das er im Wahlkreis Süd errungen hat, und nimmt das Bundeslistenmandat. Damit rückt FP-Ärztesprecher Andreas Karlsböck nach. Über die Landesliste werden neben Steger auch Dagmar Belakowitsch-Jenewein und der an neunter Stelle gereihte Unternehmer Thomas Schellenbacher in den Nationalrat einziehen.


Dass Steger und Schellenbacher künftig als Neo-Mandatare im Parlament vertreten sein werden, wird möglich, weil einige Kandidaten nicht dorthin wechseln werden. Verzichtet haben dem Vernehmen nach Eduard Schock und Veronika Matiasek, die im Wiener Gemeinderat bleiben. Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein, der erst kürzlich als Nachfolger von Neo-Volksanwalt Peter Fichtenbauer angelobt wurde, kehrt - so hört man - wieder in den Bundesrat zurück. Verzichten wird dem Vernehmen nach auch FPÖ-Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner, die auf Platz drei der Landesliste gereiht war.

Durch all diese Verschiebungen könnte allenfalls noch der Kärntner Harald Jannach sein Mandat über die Bundesliste retten.

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