FPÖ-Mitarbeiter drohte:

Eklat im Wien-Wahlkampf

FPÖ-Mitarbeiter drohte: "Ich bin der Staat"

Hintergrund des Telefonats dürfte ein Obsorgestreit zwischen der Frau des FPÖ-Mitarbeiters und ihrem Ex-Mann, dem Unternehmer D. sein, das alles andere als amikal verlief.

Wien. Nächster Eklat im Vorfeld des Wien-Wahlkampfs: Der Pressesprecher eines hochrangigen Wiener FPÖ-Politikers ist wegen gefährlicher Drohung und Amtsmissbrauch bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt worden.
 
In einem Telefongespräch, das Anfang Dezember 2019 geführt wurde, soll der Kommunikationsexperte K. dem Unternehmer D. angedroht haben, ihm seine Geschäfte "zuzudrehen".
Dem Telefonat dürfte ein Obsorgestreit zwischen der Frau des Pressesprechers und ihrem Ex-Mann, dem Unternehmer D., vorangegangen sein, das alles andere als amikal verlief.
 
In weiterer Folge soll K. den Hörer an sich genommen haben und die rechtlich bedenklichen Aussagen getätigt haben, die ÖSTERREICH in Form eines Protokolls vorliegen (siehe unten).
Was K. jedenfalls nicht wusste, ist, dass er während des Gesprächs aufgenommen wurde.
 
Der Anwalt des Unternehmers D., Nikolaus Rast, hält das Dokument für authentisch: "Ich kann die Echtheit, nach Aussage meines Mandanten, bestätigen. Die Aussage ist eines Politikers unwürdig, insbesondere, wenn er jemanden mit der Vernichtung seiner wirtschaftlichen Existenz droht. Aufgrund seines Amtes hat der Beschuldigte sogar die theoretische Möglichkeit das umzusetzen." 
 
Die heikelsten Passagen:
 
  • "Ich bin Intimus der Landespolizeidirektion Wien, ich bin Intimus des Magistrats, überlegen Sie sich ganz gut jeden Schritt, jedes Wort, was sie ab jetzt tun, jedes einzelne Wort."
  • "Ich bin der Staat, ich drehe Ihnen alles zu."
  • "Sie spielen jetzt nach unseren Regalen, haben Sie das verstanden?"
  • "Wir haben alle Daten über Sie, wir drehen Ihnen alle Unternehmen zu, wir drehen Ihnen alle Firmen zu, wagen sie es niemals, niemals mehr mit der Tina (Name von der Redaktion geändert) in einem ungehaltenen Ton zu sprechen."

Anm.: K. war für eine Stellungnahme am Montagnachmittag in seinem Büro nicht erreichbar

Larissa Eckhardt

© ÖSTERREICH/ Artner

Der Unternehmer D. wird von Rechtsanwalt Nikolaus Rast vertreten.

 

 

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