Glawischnig geht auf Österreich-Tour

Wahlkampf

Glawischnig geht auf Österreich-Tour

Mit einer Sommertour eröffnen die Grünen ihren Wahlkampf.

Nach vier positiv absolvierten Landtagswahlen wenden sich nun auch die Grünen der Nationalratswahl im Herbst zu. Zum Auftakt ihres Wahlkampfes schicken sie - wie schon voriges Jahr - Parteichefin Eva Glawischnig auf Sommertour durch Österreich. "Eva deckt auf", lautet das Motto, Bio-Essen und Öko-Lebensgefühl stehen im Mittelpunkt. Öffentliche Präsenz und möglichst viele persönliche Kontakte mit potenziellen Wählern sind das Ziel.

Grünes Potential
"Es ist für immer mehr Menschen vorstellbar, die Grünen zu wählen", sagte Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner unter Verweis auf eine interne Umfrage Mittwochabend vor Journalisten. Bei rund 32 Prozent der Wähler liege das grüne Potenzial, und 49 Prozent hegen zumindest Sympathien für die Grünen - laut Wallner ein Wert, wie ihn auch SPÖ und ÖVP erreichen. Einsatz für die Umwelt, Zukunft der Bildung, sorgsamer Umgang mit Steuergeld, Bekämpfung von Missständen und Korruption und Gleichberechtigung von Mann und Frau seien die wichtigsten Wahlthemen.

Wallner verwies auf den neuen einheitlichen Auftritt der Grünen bei allen Wahlen 2013 und die Wichtigkeit der Präsenz auf der Straße im Wahlkampf. Ähnlich soll es nun für die Nationalratswahl weitergehen. "Wir gehen auf die Leute zu und hören zu", so der Bundesgeschäftsführer. "Wir versuchen das aufzunehmen, was sie wichtig finden."

Den Kontakt versucht Glawischnig auf der Tour von 27. Mai bis 8. Juni über Öko-Themen und ein grünes Lebensgefühl zu bekommen. "Die Frage ist, ob es uns gelingt, an dieses Lebensgefühl anzuschließen und neue Zielgruppen zu erreichen", sagte Wallner. Über klassische frontale Wahlkampf-Veranstaltungen sei das jedenfalls längst nicht mehr möglich. Angesichts des Vertrauensverlusts in die Politik hätten dies auch die anderen Parteien längst erkannt.

Dass die Grünen in einem Zweikampf zwischen SPÖ und ÖVP zerrieben werden könnten, befürchtet Wallner schon wegen der beiden wenig zugkräftigen Spitzenkandidaten dieser Parteien nicht. "Die wesentliche Botschaft ist, es ist völlig egal, wer vorne ist. Wichtig ist die Frage, ob es neue Mehrheiten gibt." Der Wähler-Wunsch nach grünem Mitgestalten sei groß, mit den neuen Regierungsbeteiligungen würden die Grünen für potenzielle Wähler daher zunehmend interessant, hoffte der Bundesgeschäftsführer.

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