Harter Poker um Koalition

Wien-Wahl

Harter Poker um Koalition

Die Partnersuche wird sich für den Sieger nach der Wien-Wahl extrem schwierig gestalten.

In OÖ hat Schwarz-Grün gerade die Mehrheit verpasst. Seither zittern die Grünen um die Koalition in Wien. Sobald die SPÖ (wie Pühringer) unter 35 % fällt und die Grünen (wie in OÖ) unter 12 %, wäre Rot-Grün abgewählt. Beide Parteien brauchen mehr als 46 %.

Wird die SPÖ mit über 35 % stärkste Partei und verlieren die Grünen nichts, geht sich die Fortsetzung der rot-grünen Koalition aus.

Häupl selbst liebäugelt auch mit Rot-Schwarz. Dafür müsste er über 36 % liegen und die ÖVP klar über 10 %.

Schwarz-Blau
Diese Koalition würde Wien erschüttern und setzt einen blauen Erdrutsch mit 15 % Plus wie in OÖ voraus. Die FPÖ müsste Erster werden und über 37 % erreichen, die ÖVP über 10 % liegen.

Schwarz-Blau würde das Rathaus komplett umfärben. Strache würde Bürgermeister, die ÖVP würde wohl die Finanz- und Wirtschafts-Ressorts erhalten.

Durchaus möglich ist, dass in Wien nach der Wahl nur noch eine Dreier-Koalition möglich ist – vor allem wenn die Neos mit mehr als 7 % ins Rathaus einziehen.

Dann müsste Häupl in Zukunft entweder mit Grünen und ÖVP regieren – oder er müsste zu den Grünen sogar die von ihm wenig geliebten Neos dazunehmen.

Die Neos könnten das Zünglein an der Waage werden: Sie könnten auch Strache die Mehrheit zum Regieren verschaffen, wenn die FPÖ zwar Erster wird, mit der ÖVP aber nicht auf 47 % kommt.

(knd)

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