Kopie von Zelte Salzburg

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Hier werden die Flüchtlingszelte aufgebaut

Das Innenministerium errichtet wie hier in Salzburg Zeltstädte.

Der Flüchtlingsstrom nach ÖSterreich erreichte einen neuen Höhepunkt. Seit Anfang dieser Woche wurde mehr als 900 Asylanträge gestellt. Innenministerin Johann Mikl-Leitner griff daher nun zu einer umstrittenen Not-Maßnahme. Erstmals werden Flüchtlinge temporär in Zelten untergebracht, vorerst an drei Standorten. Ab Donnerstagmittag wurden Zeltstädte bei den Landespolizeidirektionen in Linz und Salzburg und am Gelände des Erstaufnahmezentrums Thalham (OÖ) errichtet.

VIDEO: Das sind die Zeltstädte in Österreich

In maximal 12 Zelten wurde Platz für insgesamt bis zu 300 Personen geschaffen. Die Zelte wurden vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellt und entsprechen den UNHCR-Standards. Die ersten Flüchtlinge sollen am Freitag einziehen.

Zusätzlich wurde das im Winter als Notunterkunft angelegte Flüchtlingsquartier in Wien-Erdberg reaktiviert, die Kapazität dort beträgt 300 Personen. Im Schubhaft-Zen­trum Vordernberg (Steiermark) finden – jedoch nur für die nächsten 48 Stunden – 200 Flüchtlinge Platz.

„Natürlich sind Zelte ein Armutszeugnis. Deshalb wären mir Kasernen und Stifte auch lieber“, sagt Mikl-Leitner zu ÖSTERREICH. Opposition und Hilfsorganisationen sprechen von „Inszenierung“. Experten prognostizieren 50.000 Asylanträge für 2015. Heute kommt es deshalb zum „Asyl-Gipfel“ mit Verteidigungsministerium, Ländern, NGOs und Feuerwehren. Eine Unterbringung in Kasernen ist nicht auszuschließen.



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