Lehrer: 
Eklat wegen neuer Matura

Reifeprüfung

Lehrer: 
Eklat wegen neuer Matura

Lehrer befürchten, dass das Ministerium ihnen Schwarzen Peter zuschiebt.

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist entschlossen, die Peinlich­keiten vom Vorjahr in Sachen Zentralmatura zu vermeiden. Deshalb gibt es eine Neuerung: Die Schulen sollen die angelieferten Aufgabenpakete auf Vollständigkeit kon­trollieren. Die Lehrer toben.

Bei der Generalprobe im vergangenen Jahr musste an einigen AHS die Mathe-Klausur wegen fehlender Testteile unterbrochen werden. Jetzt fürchten Direktoren und Lehrer, dass man ihnen mit der neuen Kontrollpflicht lediglich den Schwarzen Peter zuschieben möchte. „Das Ministerium möchte schon im Vorfeld klarstellen, wer der Sündenbock bei Pannen ist“, kritisiert Eckehard Quin, Chef der AHS-Gewerkschaft.

Den Lehrern geht es 
auch um die Mehrarbeit
Bisher wurden die Aufgaben erst vor der Prüfung geöffnet. Davor wurde penibel auf Geheimhaltung geachtet. Durch die Neuregelung hätten 1.500 Direktoren und Lehrer schon vorher Zugriff. „Es ist klar, wem dann die Schuld gegeben wird, wenn Aufgaben geleakt werden“, so Quin. Insider sehen indes ein anderes Motiv hinter den Protesten: Die Vorausüberprüfung der Aufgaben bedeutet natürlich Mehrarbeit.



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