Sebastian Kurz

Udo Landbauer

Nazi-Vorwürfe: Kurz fordert Konsequenzen

Burschenschaft von NÖ-FPÖ-Kandidat Landbauer gab ein Nazi-Liederbuch heraus.

Die Burschenschaft „Germania zu Wiener Neustadt“ besingt die Vergasung von Juden. Laut einem "Falter"-Bericht sind in einem 1997 verlegten Liederbuch der Germania schier unglaubliche Textstellen zu lesen: „Da trat in ihre Mitte der Jude Ben Gurion: ,Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million‘“. In einem weiteren Lied wird die Nazi-„Legion Condor“ verherrlicht, die im Spanischen Bürgerkrieg Tausende ermordet hatte.

 

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Prominentes Mitglied und Vize-Vorsitzender der Burschenschaft ist Udo Landbauer, FP-Spitzenkandidat in Niederösterreich. Er reagiert so: „Als dieses Buch gedruckt wurde, war ich elf Jahre alt. Ich erhalte davon heute zum ersten Mal Kenntnis.“ Landbauer trat nicht aus der Germania aus — er stellte seine Mitgliedschaft ruhend, bis eine „Untersuchungskommission die Vorwürfe geklärt“ habe: „Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind was sehr Hässliches.“

Kanzler Sebastian Kurz forderte auf Twitter Konsequenzen: „Die Texte sind rassistisch, antisemitisch und absolut widerwärtig.“ Dafür dürfe es „in unserem Land kleinen Platz geben“. (gü)

 

 

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