Neueste Umfrage: Kanzler wird abgestraft

Polit-Barometer

Neueste Umfrage: Kanzler wird abgestraft

Aber: SPÖ bleibt klare Nr. 1 - Faymann führt in Direktwahl.

Die neue Gallup-Umfrage liefert der SPÖ die Quittung für den verpatzten Parteitag. Es gibt ein Minus für Partei und Kanzler -beide bleiben Nr. 1.

Polit-Barometer
Das war zu erwarten: Nach der Streichorgie beim Parteitag für den Kanzler fahren die SPÖ und ihr Chef diese Woche im Gallup-Politbarometer ein Minus ein - bleiben aber beide weiter unbestritten Nummer 1 der Umfrage.

Stronach erstmals mit einem Minus auf "nur" 11 %
Das Minus für die SP fällt mit minus 1 %für die beiden desaströsen letzten Wochen (U-Ausschuss und Parteitag) weniger heftig aus, als von Experten erwartet.

Zwar sind die nunmehr 25 %Wählerstimmen für die SPÖ der bisher schlechteste Umfragewert (bei der Wahl 2008 hatte sie 29 %) - aber auch mit 25 % wäre die SPÖ diesen Sonntag klarer Wahlsieger -denn ÖVP und FPÖ liegen schlechter.

Die ÖVP stagniert bei nur 22 %, die FPÖ verbessert sich leicht auf ebenfalls 22 %.

Strache gewinnt damit in der letzten Woche 1 % von Stronach zurück -der Polit-Milliardär bekommt in der neuen Gallup-Umfrage einen leichten Dämpfer, verliert erstmals seit seinem Umfrage-Einstieg leicht -bleibt aber mit 11 % weiter sensationell.

Die Grünen holen sich als Resultat der U-Ausschuss-Schlacht 1 % von der SPÖ, verbessern sich auf 15 %.

BZÖ und Piraten sind derzeit mit 2 %chancenlos auf einen Parlaments-Einzug.

© TZ Österreich


Alle drei Spitzenpolitiker verlieren im Kanzler-Duell
In einer Kanzler-Direktwahl liegt Faymann voran - hätte aber nur mehr 17 % Direktwähler. Seine Kontrahenten kommen nur auf 15 % und 12 %. Ein deutliches Minus erleidet Faymann aufgrund der Parteitagsstreichungen im Beliebtheitsbarometer.

Dort bewerten den Kanzler letzte Woche -als Momentaufnahme - nur 15 % positiv, aber 52 %negativ.

Kleiner Trost: Sein direkter Kontrahent Strache liegt mit 59 %Negativ-Bewertung noch schlechter.

Sensationell: Beliebtester Politiker im Land ist derzeit ausgerechnet der Nochnicht-Politiker Stronach.

Das Barometer der Parteichefs

Gallup fragt jede Woche, von welchen Politikern die Österreicher letzte Woche eine „positive“ (blauer Balken) und eine „negative“ Meinung (rot) hatten. Zuletzt war die Meinung zu Stronach am positivsten, zu Strache am negativsten. Der Kanzler verlor in einer Woche 8 %.

© TZ Österreich

Wie Faymann jetzt punktet

Kanzler Faymann will nach dem Umfrage-Tief in die Offensive gehen: Bei der Regierungs-Klausur am 9.11. soll eine neue Arbeits-Offensive der Koalition beschlossen werden.

Innenpolitisch will Faymann nun vor allem offen für Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer (jenseits von 1 Million Euro als Freigrenze) eintreten. Die Erbschaftssteuer soll direkt die Bildungsreform finanzieren.

Europapolitisch will sich Faymann deutlich vom Merkel-Kurs distanzieren -und mit Hollande für mehr soziale Gerechtigkeit und weniger Sparen eintreten.

Der Wahlkampf soll total auf das Duell "Faymann gegen Spindelegger und Strache" zugespitzt werden. Seine Berater: "Da ist er klarer Sieger."
 

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