Van der Bellen

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Neueste Umfrage zur Präsidenten-Wahl: Van der Bellen verbessert sich auf 51 %

Die neueste Umfrage zur Bundespräsidenten-Wahl - durchgeführt von der Paul Lazarsfeld-Gesellschaft für ÖSTERREICH - bringt erstmals nach Wochen ein Plus für den Amtsinhaber: für Alexander Van der Bellen.

Van der Bellen verbessert sich von 45 % in der Vorwoche um beachtliche 6 % auf nunmehr 51 %. Damit wäre der amtierende Präsident - wie er sagen würde: "arschknapp" - schon im ersten Wahlgang wiedergewählt und könnte sich eine Stichwahl ersparen. Bei einer Schwankungsbreite von 3,16 % könnte das Van der Bellen-Ergebnis aber auch bei nur 48 % oder bei respektablen 54 % liegen.

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Neueste Umfrage zur Präsidenten-Wahl: Van der Bellen verbessert sich auf 51 %
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Der Grund für das plötzliche 6-%-Plus des regierenden Hofburg-Kaisers dürfte im Start seines Intensiv-Wahlkampfes mit zahlreichen Auftritten und Tausenden Plakaten liegen.

Noch keine Wirkung zeigt der Wahlkampf-Start dagegen bei FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz, der in der aktuellen Umfrage 4 % gegenüber der Vorwoche verliert und auf 14 % zurückfällt. Rosenkranz startete seinen Intensiv-Wahlkampf allerdings erst Ende dieser Woche (also nach Umfrage-Ende) und könnte damit den Wahlkampf-Effekt a la Van der Bellen nächste Woche verzeichnen.

Derzeit wird die Konkurrenz für Rosenkranz im rechten Lager freilich immer heftiger: Gerald Grosz verbessert sich in dieser Woche um 1 % auf nunmehr 7 %, der MfG-Chef Michael Brunner legt auch 1 % auf 5 % zu, Tassilo Wallentin stagniert derzeit noch bei 9 %.

Wenn die rechten Kandidaten - vor allem Rosenkranz, Grosz und Wallentin - in den nächsten Wochen weiter zulegen, könnte Van der Bellen sehr wohl unter 50 % fallen und damit in einem Stichwahl müssen.

Dann stellt sich die Frage gegen wen er antreten müsste: Denn Platz 2 - und damit der Herausforderer in der Stichwahl - ist heftig umkämpft. Der Mitte-links-Alternativkandidat und Chef der Bierpartei, Marco Pogo, kommt dem FPÖ-Kandidaten Rosenkranz mit mittlerweile 13 % schon überraschend nahe - und hat Potential nach oben.

Die Lazarsfeld-Umfrage unterscheidet sich übrigens ganz entscheidend von der heute gleichzeitig erscheinenden ATV-Umfrage: Die ATV-Umfrage von Peter Hajek befragt NUR jene Österreicher, die GANZ SICHER zur Wahl gehen werden - somit also nur 60 % der Bevölkerung. Die Lazarsfeld-Umfrage befragt dagegen ALLE Österreicher, somit auch jene, die noch unentschlossen und wahlskeptisch sind.

Die SICHEREN Wähler tendieren logisch zum Amtsinhaber, daher erreicht Van der Bellen in der ATV-Umfrage 59 %.

Die UNENTSCHLOSSENEN Wähler tendieren dagegen viel stärker zu den Protest-Kandidaten und Herausforderern - deshalb werden die UNENTSCHLOSSENEN diese Wahl entscheiden. Und deshalb halten wir die Umfrage-Methodik der Lazarsfeld-Gesellschaft für die richtigere.