Die FPÖ kratzt wieder mal an ihrem Umfrage-Rekord. Grund ist wohl die Energiekrise.
Die anlaufende Energiepreiskrise nutzt derzeit nur der FPÖ: Laut aktueller Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte vom 9. bis 17. 3., max Schwankung 2,2 %) kratzt die an ihren historischen Höchstwerten von vor einem Jahr.
Die Umfrage im Schnelldurchlauf:
FPÖ: 37 % (+1). Herbert Kickls Partei erreicht damit fast exakt jene Werte, die Sebastian Kurz 2019 für die ÖVP einfuhr.
ÖVP: 20 % (stagniert). Die Kanzlerpartei schwächelt mit Christian Stocker weiterhin. Allerdings: Die jüngst präsentierte Preisbremse ist in diesen Daten noch nicht eingepreist.
SPÖ: 18 % (-1). Trotz Andreas Bablers Einsatz für Spritpreis-Deckel verliert die SPÖ an Boden, er muss darauf hoffen. dass die Wählerinnen und Wähler sein Engagement doch noch belohnen.
NEOS: Sie verlieren ebenfalls einen Punkt und halten derzeit mit 7 % ebenfalls unter ihrem Wahlergebnis.
Grüne: Auch sie verlieren, bleiben aber mit 9 % vor den NEOS.
Ampel ohne Mehrheit
Die aktuelle Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS („Ampel-Koalition“) ist weit von einer stabilen Mehrheit entfernt. Gemeinsam kämen sie nur noch auf 87 Mandate – notwendig wären jedoch 92. Ein wesentlicher Faktor für dieses Scheitern ist der mögliche Einzug der KPÖ, die mit aktuell 7 Mandaten den etablierten Parteien entscheidende Sitze wegschnappen würde. Während die FPÖ ihren Vorsprung stetig ausbaut, rückt eine Fortführung der aktuellen Konstellation in weite Ferne.