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Umfrage: Zum 70. Geburtstag zieht FPÖ allen davon

Wäre am kommenden Sonntag eine Nationalratswahl - würde die FPÖ nicht nur klar gewinnen, Herbert Kickl könnte sogar das Ergebnis von Sebastian Kurz einstellen.

70 Jahre hat die FPÖ nunmehr am Buckel, am vergangenen Dienstag feierten die Blauen ihre Parteigründung am 7. April 1956  in einem Hotel in der Wiener Josefstadt. Nun, 70 Jahre später, liegt die Partei mit ihrem Obmann Herbert Kickl nicht nur auf Platz 1 in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte vom 30.3. bis 7. 4., max Schwankung 2,2 %). Quasi zum Geburtstag kann sie ihren Vorsprung noch ausbauen.

Das ist die aktuelle Sonntagsfrage

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© oe24

Kickl macht den Kurz

Wäre am Sonntag eine Wahl, könnte Kickl durchaus in Sphären des seinerzeitigen ÖVP-Chefs Sebastian Kurz vorstoßen. 2019 fuhr der damalige ÖVP-Wunderwuzzi 37,5 % ein - Lazarsfeld berechnet für die FPÖ aktuell einen Wert von 37 %, also fast ebenso viel. Der Unmut über Sparpakete, Inflation und hohe Spritpreise ist der Turbo für die FPÖ - ungeachtet der Tatsache, dass eben diese Krisen von ebenso rechtsgerichteten Politikern wie Donald Trump ausgelöst wurden.

Ampel wird brutal abgestraft

Die Regierungsparteien mühen sich indes ab - und werden dafür abgestraft:

Die Kanzlerpartei ÖVP stagniert bei 18 %, das ist der schlechteste jemals von Lazarsfeld berechnete Wert, allerdings war sie schon mal Anfang 2025 so weit unten. Bis vor zwei Wochen waren Stocker und Co. noch bei 21 % gelegen, doch dann kam mit dem Ölpreis-Schock der Absturz unter die 20-%-Marke.

ÖVP jetzt hinter der SPÖ

Damit liegen die Schwarzen zum zweiten Mal in diesem Jahr hinter dem Koalitionspartner SPÖ, der seinerseits umfragemäßig in der Krise ist. Mit 19 % ist die Babler-SPÖ klar hinter ihrem Wahlergebnis 2024 (21 %) und damit meilenweit unter jenen Werten, die Pamela Rendi-Wagner noch 2023 hatte.

Die Neos hingegen fallen wieder auf 7 % zurück, auch das liegt unter dem Wahlergebnis 2024 für die Pinken. Und mehr als deutlich hinter den direkten Konkurrentinnen von den Grünen, die aktuell auf 11 % kämen. Und: Mit 4 % wäre auch die KPÖ im Nationalrat.

Mit solchen Werten können die Ampelparteien auf keine Mehrheit hoffen. Weil es bei so einem Wahlergebnis auch die Kommunisten ins Parlament schaffen würden, käme die Ampel auf nur noch 84 Mandate. Zum Regieren sind allerdings 92 Sitze nötig, im aktuellen Nationalrat sitzen sogar 110 Ampel-Abgeordnete.

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