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Kärntens SP-LH Kaiser „will keine Obmann­debatte“. Dosko-Vertrauter Egger übt Kritik. 

Wien. Er führe während Landtagswahlkämpfen „sicher keine Personaldiskussionen“, stellte Landeshauptmann Peter Kaiser gestern unmissverständlich fest. Der Kärntner, der in Kürze zur Wiederwahl steht, machte bereits seit Wochen seinen Kollegen – allen voran Burgenlands SP-Chef Hans Peter Doskozil – auch hinter den Kulissen klar, dass eine Obfraudebatte „allen schadet“.
Übersetzt: Doskozil und Co sollen zumindest bis zur Kärnten-Wahl warten, um ihre öffentliche Kritik an Parteichefin Pamela Rendi-Wagner zu üben. Doskozils Mitstreiter, Salzburgs SPÖ-Chef David Egger, scherte gestern trotzdem aus. Er erklärte, dass die Bundespartei „etwas falsch“ mache und machte offenbar damit Rendi-Wagner für das schlechte Abschneiden von Niederösterreichs Schnabl verantwortlich.
Eine Meinung, die der Burgenländer schon seit Langem teilt. Das Lager um Rendi-Wagner wiederum macht Doskozils „Debatten für die Niederlage“ mitverantwortlich.

Kompromisskandidat Wrabetz als SP-Chef?

Entscheidung. In mächtigen Kreisen der SPÖ ist man des Streits zwischen Doskozil und Rendi-Wagner überdrüssig. Diese Roten nennen nun erstmals mögliche Kompromisskandidaten für den Parteivorsitz: Entweder SP-Nationalratspräsidentin Doris Bures oder – als Überraschung – Ex-ORF-Chef Alexander Wrabetz, der übrigens beste Kontakte zu Kaiser pflegt.  

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