Die Chefin des ÖVP-Seniorenbundes und Seniorenrates kritisiert das geringere Pensions-Plus - ist aber froh, dass es diesmal keine wirkliche soziale Staffelung gibt.
Die Pensionisten-Vertreterinnen haben massiv gegen die etwas geringere Pensionsanhebung für das kommende Jahr reagiert. Zu Gast in der ZiB2 bei Martin Thür war am Donnerstag jedenfalls ÖVP-Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec.
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Sie hätte gern die volle Teuerungsabgeltung, aber: Korosec ist "zufrieden", dass es bei der Anhebung der Pensionen keine soziale Staffelung gibt. "Man hat acht Jahre das Versicherungsprinzip missachtet - das ist eine große solidarische Leistung, aber irgendwann muss man sagen, es ist auch wieder gut." Es sei einfach ungerecht, dass die Pensionen jener, die mehr ins System eingezahlt hätten, immer weniger wert seien. Die Anhebung der Mindestpensionen um die volle Teuerung sei allerdings ok, "das ist ja Armutsbekämpfung".
Ansonsten ist die Anhebung der Pensionen "kein Geschenk". Und weiter: "Wir haben einen Anspruch auf eine Abgeltung der Teuerung." In den letzten beiden Jahren hätten die Pensionisten mehr als 8 Milliarden eingespart, so Korosec.
Sie habe natürlich Verständnis, dass man sparen müsse, aber in anderen Bereichen: "Wir brauchen eine Gesundheitsreform, da versickert viel in den Strukturen."
Eine Anhebung des Pensionsalters um zwei Jahre sei "völlig falsch". Eine Reform müsse viel visionärer sein. "Man macht immer nur ein Pflaster auf große Wunden."