So dreist ist die Fahrrad-Mafia

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So dreist ist die Fahrrad-Mafia

Die Zahl der Fahrrad-Diebstähle „explodiert“, die Täter werden dabei immer dreister.

Neues Radl gefällig? Kein Problem in der Bundeshauptstadt. Wer eines benötigt, marschiert einfach zum Mexikoplatz in Wien-Leopoldstadt. Für 20 bis 50 Euro gibt es dort alles – sogar Sonderwünsche auf Bestellung.

Der Schönheitsfehler: Die Fahrräder sind gestohlen und damit Hehlerware. Wer sie kauft, macht sich strafbar. 28.274 Räder wurden im vergangenen Jahr in Österreich gestohlen. Die Zahl steigt seit vier Jahren kontinuierlich an, die Fahrrad-Mafia wird dabei immer dreister. Seit 2005 richtete sie einen Schaden von annähernd 100 Millionen Euro an.

Die meisten gestohlenen Räder verschwinden in den Ländern des Ostens. Auch darum ist die Aufklärungsquote der Polizei bei Fahrraddiebstählen vergleichsweise gering: Gerade einmal fünf Prozent aller Fälle werden aufgeklärt. Nur jedes 20. Rad kehrt zum Besitzer zurück.

Radl-Klau: Österreich
 unter den Top-Ländern
Am meisten wird naturgemäß in den Großstädten gestohlen. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ist hierbei Graz die Hauptstadt der Radl-Diebe. In Wien ist die Zahl der entwendeten Bikes dagegen relativ stabil geblieben. Knapp 7.000 Räder wurden entwendet, eine Zunahme um 0,5 Prozent. In Vorarlberg sind die Delikte um 39 Prozent zurückgegangen, in Tirol dagegen um 23,9 Prozent „explodiert“.

Österreich gehört in Sachen Fahrraddiebstahl zu den Top-Ländern. Es liegt auf Platz sieben. Ganz vorne liegen Dänemark und die Niederlande.

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