Norbert Hofer

Dramatische Rettung

Sorge um Hofer: Hitze-Kollaps nach Diät

Nächster Schock in der Politik: FP-Minister Norbert Hofer muss jetzt Auszeit nehmen.

Gesundheitsalarm in der Regierung: FP-Verkehrsminister Norbert Hofer (47) erlitt einen Kreislaufkollaps. Insider: Die Mischung aus Hofers strenger Diät, die er seit zwei Wochen hält, und der extremen Hitze war schuld.

Schockmoment am Dienstag: Der Minister war alleine in seiner Wohnung, konnte selbst nicht mehr die Rettung rufen. Das Protokoll der folgenschweren Nacht:

Das Protokoll: Minister ­wurde schwarz vor Augen

  • Dienstagabend, wenige Minuten vor 21 Uhr: dramatische Szenen in der Wiener Altbauwohnung von Norbert Hofer. Der Minister steht telefonierend vor dem Fenster im vierten Stock. Plötzlich wird ihm schwarz vor Augen, das Handy gleitet ihm aus der Hand und fällt aus dem Fenster. Gerade das stellt sich als Glücksfall heraus: Passanten finden das Gerät und entscheiden sich, die Polizei zu alarmieren.
  • 21 Uhr: Der Einsatzwagen kommt an der Adresse in Wien-Josefstadt, nur vier Blocks vom Parlament entfernt, an. Problem: Niemand macht die Tür auf.
  • Etwa 21.10 Uhr: Sofort eilt die Feuerwehr zu Hilfe, knackt die Tür. Die Helfer finden den Minister vor: desorientiert, kaum ansprechbar.
  • 21.25 Uhr: Das Einsatzteam der Rettung trifft ein. Vor dem Haus befinden sich jetzt sechs Blaulichtfahrzeuge (1 Polizei, 2 Rettungsautos und 3 Feuerwehren).
  • 21.34 Uhr: Nur wenigen Minuten dauert der Arzteinsatz. Man hört: Norbert Hofer hatte einen sehr niedrigen Blutdruck für sein Alter. Dennoch wird er nicht in ein Krankenhaus gebracht, er bleibt alleine daheim.
  • Mittwochvormittag: Hofer fährt heim nach Pinkafeld (Burgenland). Hier will er sich über das Wochenende schonen und Kräfte sammeln. Bis Montag sind alle seine Termine gestrichen, dann will er wieder im Büro sitzen.

Politik als Krankmacher

Der Verkehrsminister ist nicht das erste Re­gierungsmitglied, das dem hohen Tempo im Kabinett Kurz zum Opfer fiel. Seit Start der türkis-blauen Koalition hieß es schon für vier Ressortchefs einmal „Bett statt Kabinett“:

  • Justizminister. Das Lazarett eröffnete Josef Moser (ÖVP) im April mit einer schweren Sepsis: „Ich dachte, ich überlebe nicht.“
  • Außenministerin. Wenig später musste auch Karin Kneissl ins Spital. Der Grund: ein Infekt, den sie sich auf ihrer Moskaureise zuzog.
  • Kanzler. Auch Sebastian Kurz musste im Mai krankheitsbedingt einen Tag aussetzen. Er hatte sich einen Virus mit Fieber zugezogen.
  • Finanzminister. Hartwig Löger zog sich Anfang Mai als Folge einer Dienstreise in die USA eine Lungenentzündung zu.


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