SP-Krise nach Pröll-Wahlsieg

Wahlen in NÖ

SP-Krise nach Pröll-Wahlsieg

Feierlaune bei der ÖVP am Tag 1 nach der Wahl.

Die Gemeinderatswahlen in Niederösterreich brachten der ÖVP im Superwahljahr 2015 einen Auftakt nach Maß. Sie hält jetzt in 434 Gemeinden die Mehrheit und baute ihre Vormachtstellung aus.

Die Parteistrategen hatten an verschieden Rädern gedreht, um den Sieg zu ermöglichen: Es machte sich bezahlt, dass die Partei bis in die kleinste Gemeinde perfekt durchorganisiert ist.

Video: Pröll zertrümmert die SPÖ

Zudem ließ die ÖVP 1,5 Millionen „persönliche Stimmzettel“ verteilen, die den amtlichen Wahlzettel ersetzten. Auf diesen stand allerdings nur der Name des ÖVP-Kandidaten.

ÖVP brach in SP-Hochburg Wiener Neustadt ein

Der ÖVP gelang es außerdem, massiv in rote Hochburgen einzubrechen. So verlor die SPÖ in Wiener Neustadt ihre absolute Mehrheit aufgrund eines weiteren geschickten ÖVP-Schachzugs: Als Spitzenkandidat trat hier der mächtige Pröll-Vertraute Klaus Schneeberger an, der fast zehn Prozentpunkte dazugewinnen konnte.

Die SPÖ verlor nicht nur dort, sondern auch in Schwechat und Gänserndorf. Für die ÖVP gab es nur in Klosterneuburg einen Wermutstropfen. Dort ging die Absolute verloren.

Diashow: Triumph der ÖVP in Wiener Neustadt

Triumph der ÖVP in Wiener Neustadt

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