Wien-Wahl

Straches Wohnsitz-Akt: "Auszeit und räumliche Trennung von Philippa"

oe24 liegt der Akt zur Wohnsitz-Affäre vor, in dem sich neue Details zu den Gründen für die verwirrende Wohnsitz-Debatte rund um HC Strache finden.

Wien. Der frühere FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache, der nun als Spitzenkandidat des "Team HC Strache" bei der Wien-Wahl fungiert, wird offenbar nicht aus dem Wählerverzeichnis gestrichen. Nach einem Antrag auf Streichung von Strache aus dem Wählerverzeichnis wurde diesem nicht stattgegeben. oe24 liegt nun der Magistrats-Akt vor, der dies bestätigt und umfassend begründet. Unter anderem sollen die verwirrenden Umstände des Lebensmittelpunktes und Hauptwohnsitzes des "THC-Chefs" auf private Probleme zurückzuführen sein. 

Strache gab bei seiner Einvernahme zur Wohnsitz-Affäre am 31. Juli 2020 an, "dass seine Gattin und er sich für eine Auszeit und eine räumliche Trennung im Interesse des gemeinsamen kleine Sohnes, der durch vergangenen Ereignisse emotional sehr belastet worden sei, entschieden hätten. Die emotionale Belastung sei sowohl bei ihm, als auch bei seiner Gattin gelegen.", heißt es im Akt. "Insoweit ist offenkundig, dass Herr Heinz-Christian Strache im relevanten Zeitraum nicht vom Bestehen einer umfassenden ehelichen Gemeinschaft ausgeht. Er führt damit selbst ins Treffen, dass dieser Umstang maßgeblich zur Verlagerung seines Lebensmittelpunktes beigetragen hat.", heißt es weiter.

© zvg oe24
Straches Wohnsitz-Akt:
× Straches Wohnsitz-Akt:

© zvg oe24
Straches Wohnsitz-Akt:
× Straches Wohnsitz-Akt:

 

Strache: "Ein echter Wiener geht nicht unter"

"Ein echter Wiener geht eben nicht unter!", schreibt Strache zur Entscheidung der Bezirkswahlbehörde. Das nunmehrige behördliche Verfahren habe nun rechtskonform den vor dem 14. Juli 2020 (Stichtag für die Wahl) aufrechten Hauptwohnsitz von ihm im dritten Wiener Gemeindebezirk bestätigt, so Strache in seinem Posting. 
 
Die Hofer-FPÖ und seine politischen Mitbewerber hätten Angst vor seinem erfolgreichen Comeback, schreibt der Listen-Chef weiter. Seine Gegner würden sich als schlechte Verlierer erweisen und die Geschichte um seinen Wohnsitz sei in sich zusammengefallen, resümiert Strache. 
 


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