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Kritik der Grünen

Unverständnis für Prölls "Verbund-Werbung"

Umweltminister Pröll wirbt öffentlich mit seinem Strom-Wechsel zum Verbund. Für die Grünen ist er nun auf "Grassers Spuren".

Umweltminister Josef Pröll (V) ist - wie schon mehr als 100.000 weitere Österreicher - zum Verbund als Stromlieferanten gewechselt und macht damit auch öffentlich Werbung. Anlässlich der Übergabe seines neuen Stromliefer-Vertrages durch Verbund-Chef Michael Pistauer erklärt Pröll laut seinem Ministerium, er wolle auch privat ein Umweltzeichen setzen und habe deswegen den Stromanbieter gewechselt. Die Grünen kritisieren diese Werbung am Freitag scharf: Pröll solle sich lieber für ein gutes Ökostromgesetz einsetzen.

Werbung für Verbund
Pröll betont: "Im Verbund habe ich einen Partner gefunden, der klimafreundlichen Strom aus 100 Prozent heimischer Wasserkraft zu einem günstigen Preis zur Verfügung stellt." Dass der Umweltminister so für den Verbund Werbung betreibt, bezeichnet die Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen, Ruperta Lichtenecker, als "unfassbar".

Schiefe Optik
Die Grün-Mandatarin sieht Pröll "auf den Spuren von Karl-Heinz Grasser", der für Marken in der Bekleidungsbranche geworben habe. Dass Pröll die Verbund-Information offiziell über die Pressestelle seines Lebensministeriums aussende, sei "jedenfalls eine schiefe Optik und eine seltsame Vermischung seiner offiziellen Funktion als Minister und der Privatperson Josef Pröll".

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