„Washington Post“ deckt auf

VdBs Davidstern-Vergleich ist falsch

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Van der Bellens Kopftuch-Sager sorgt weltweit für Aufregung.

Die Aufregung rund um Van der Bellens umstrittenen Kopftuch-Sager reißt nicht ab. Der ORF-Report hatte am Dienstag ein Video von einer Diskussion im Wiener EU-Haus veröffentlicht, in der Van der Bellen ins Plaudern kam und schier Unglaubliches sagt. Bald sollten alle Frauen aus Solidarität mit Muslimas Kopftuch tragen. Weiters griff VdB zum Vergleich mit Dänemark in der Zeit der Besatzung durch die Nazis: Damals hätten viele Dänen begonnen, den Davidstern zu tragen - als Geste des Widerstands gegen Deportationen.

Diesen Vergleich griff nun die renommierte „Washington Post“ auf und widerspricht dabei Van der Bellen. Zwar hätten viele Dänen Widerstand gegen die Nazi-Besetzung geleistet und jüdische Mitbürger beschützt, jedoch hätten keine nicht-jüdischen Dänen während des Zweiten Weltkrieges Judensterne getragen. Die Washington Post berufen sich dabei auf die Faktencheck-Plattform Snopes. Van der Bellens Sager ist allerdings nicht frei erfunden. Etwaige Meinungen waren auch unter Historikern lange Zeit weit verbreitet.

Auch innenpolitisch sorgte der Sager Van der Bellens für Aufregung. FPÖ-Chef Strache hatte von der „schlimmsten Entgleisung eines Bundespräsidenten in der Geschichte der 2. Republik gesprochen und Van der Bellen indirekt  einen Rücktritt nahegelegt.

Video zum Thema: Strache legt VdB Rücktritt nahe
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