Wien auf Orange - ein Schlag für Gastro, Kultur & Co.

Das sagt Österreich

Wien auf Orange - ein Schlag für Gastro, Kultur & Co.

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Chefredakteurin Daniela Bardel.

Der Anstieg der Neu­infektionen ist hoffentlich nur ein sogenannter Ausreißer, weil nachträglich neue Fälle eingebucht werden mussten.
 
Stellt sich nur die Frage: Wie kann das immer noch passieren? Diese Daten sollten zur Bewertung der Pandemie-Entwicklung in Österreich topaktuell sein.
 
Die 600 neuen Corona-Kranken sind aber ein Weckruf und sollten den Politpoker zwischen Türkis-Grün um die Corona-Ampel stoppen. Wenn selbst Kurz-Vertraute wie NÖs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner um eine bessere Kommunikation bitten, dann sollte der Kanzler aufhorchen.
 

600 Fälle – Weckruf für Stopp von Ampel-Poker

Rudolf Anschober muss heute wieder mit Experten und den Ländervertretern die neuen Ampelfarben für Freitag ver­handeln. Einigen Städten „droht“ Gelb.
 
Wien sogar Orange, das heißt: Lokale sperren schon um Mitternacht statt 1 Uhr, in Shops darf nur noch eine bestimmte Anzahl von Kunden pro Quadratmeter rein – und ins Theater nicht mehr als 250 Menschen.
 
Ein herber Schlag für Wirtschaft und Kultur. Lokale und Bühnen kämpfen ja immer noch mit den Folgen des ersten Lockdowns. Die nächste Pleitewelle und Jobkrise wären damit vorprogrammiert.
 
Der dramatische Anstieg darf deshalb jetzt auch nicht zu politischen Panikaktionen führen – immerhin sind die Spitalspatienten (noch) zu bewältigen.

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