Kommen weitere Maßnahmen?

Wien entscheidet am Dienstag über Verschärfungen

In Wien steht am kommenden Dienstag die Entscheidung an, mit welchen Corona-Maßnahmen die Bundeshauptstadt in den Herbst geht. 

 Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) berät sich an diesem Tag wieder mit einem Team aus Fachleuten. Dass er anschließend weitere Verschärfungen verkündet, gilt als nicht ausgeschlossen. In Wien sind die Regeln allerdings bereits jetzt strenger.

Das Prozedere wird am Dienstag nach dem inzwischen vertrauten Schema ablaufen. Am Vormittag bespricht sich Ludwig mit rund einem Dutzend Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege oder auch Prognostik, um sich über die aktuelle Lage bzw. mögliche Entwicklungen zu informieren. Zu Mittag dürfte es dann ein Statement des Stadtchefs geben. Die Beratungen finden vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen statt, die inzwischen auch in den Spitälern wieder mit Sorge betrachtet werden. Die Zunahme bei den Hospitalisierungen führt in Wien bereits dazu, dass vereinzelt wieder planbare Operationen verschoben werden.

Neue Verschärfungen möglich

Ob Wien neue, strengere Bestimmungen erlässt, ist noch offen. Aktuell gibt es bereits Maßnahmen, die über die Verordnung des Bundes hinausgehen. In Wien ist etwa in allen Geschäften eine Maske Vorschrift, allerdings reicht für Geimpfte und Genesene ein einfacher Mund-Nasen-Schutz. Die selben Regeln gelten in Museen, Bibliotheken und Büchereien. PCR-Tests sind in Wien zudem inzwischen nur mehr 48 und nicht mehr 72 Stunden gültig.

Ludwig hat sich zuletzt etwa dafür eingesetzt, dass die drei geplanten Maßnahmen-Stufen zusammengefasst und "sehr zeitnah umgesetzt" werden sollen. Der Wiener Bürgermeister hatte zunächst das Konzept, das nach einer Bund-Länder-Konferenz beschlossen worden war, mitgetragen und dies als "Einschwenken auf den Wiener Weg" gutgeheißen. Wenig später sprach er sich aber angesichts steigender Infektionszahlen für ein rascheres Vorgehen aus.
 



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