Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

Die EU muss Mut beweisen und einen Neustart wagen.

Die Griechen stürzen von Tag zu Tag tiefer ins Chaos. Egal wie das Vertrauensvotum von Papandreou heute (nach Redaktionsschluss) ausgegangen ist – dem Land ist nicht mehr zu helfen.

Eine völlig chaotische Regierung, die nicht mehr weiß, was sie tun soll. Keine Perspektive für eine Übergangs-Regierung, die noch chaotischer als die jetzige werden wird. Auch intern zerstrittene Parteien. Und dazu eine Stimmung im Land, die so verzweifelt und so aggressiv ist, dass jedes Spar-Konzept der EU-Troika nicht einmal für eine Märchenstunde taugt.

Keine Regierung – weder Papandreou noch seine Nachfolger – kann ein Land gegen die Bevölkerung führen. Und die Griechen lehnen jeden EU-Rettungsplan (der eisernes Sparen bedeutet) so vehement ab, dass die vereinbarten Ziele schlicht unerreichbar sind.

Damit ist natürlich auch allen Finanz-Experten klar: Es werden sich keine Investoren mehr finden, die (trotz der hohen EFSF-Garantien) blöd genug sind, für das de facto bankrotte Griechenland Anleihen zu zeichnen.

Eine Pleite der Griechen ist mittlerweile für Europa verkraftbar. Die EU-Spitze muss jetzt Mut beweisen – und einen Neustart wagen.

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