''Koste es, was es wolle'' auch für unsere Jobs

Das sagt ÖSTERREICH

''Koste es, was es wolle'' auch für unsere Jobs

Ein Kommentar von oe24- & ÖSTERREICH-Chefredakteur Niki Fellner.

Die neuen Arbeitslosenzahlen zeigen auf dramatische Art und Weise, wie dringend wir jetzt ein Konjunktur- und ­Arbeitsmarktpaket, aber auch eine Ankurbelung des Konsums in Österreich benötigen.

  • Regierung und Sozialpartner haben gestern einmal mehr die Idee eines Corona-Tausenders besprochen. Den sollen all jene erhalten, die während der Krise weitergearbeitet haben. Das greift viel zu kurz. Den Corona-Tausender muss es in der jetzigen Situation für alle geben (besser wären ohnehin 2.000 Euro). Diese Einmalzahlung wird das Arbeitslosenproblem in Österreich zwar nicht lösen, wäre in der jetzigen Situation aber ein ­positives Zeichen für viele, die ohnehin nicht wissen, wie sie in den nächsten Wochen durchkommen. Und es wäre ein wichtiger Konsum-Impuls für unsere Wirtschaft.
  • Dass die Regierung die Kurzarbeit jetzt bis Ende des Jahres verlängern will, ist ein wichtiger Schritt. Das muss jetzt auch rasch offiziell verkündet werden, damit die Unternehmen Planungssicherheit haben. So bleibt hunderttausenden Österreichern zumindest heuer die Arbeits­losigkeit erspart.
  • Zu befürchten ist aber, dass ein großer Teil jener 1,2 Millionen in Kurzarbeit früher oder später arbeitslos wird. Um eine Anhebung des Arbeitslosengeldes werden wir in Österreich also nicht herumkommen. Hier muss die ÖVP über ihren ideologischen Schatten springen.

Fest steht: Es braucht jetzt dringend ein Paket für Arbeitnehmer und Konsumenten. Das Motto „Koste es, was es wolle“ darf nicht nur für die Wirtschaft gelten.

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