Urlaubsträume von den Philippinen

Winzige Kobolde und majestätische Riesen

Urlaubsträume von den Philippinen

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Ob klein oder groß, an Land oder unter Wasser – Hauptsache außergewöhnlich ist sie, die philippinische Tierwelt. Besucher stoßen im Wald auf scheue Primaten und majestätische Adler, während sich unter Wasser der große Walhai oder Clownfisch von ihrer besten Seite präsentieren. 

Kulleraugen zum Verlieben 

Die wohl bekanntesten Bewohner der Insel Bohol in der Visayas-Region sind die Tarsiere, auch Koboldmakis genannt. Gerade einmal so groß wie eine Hand und mit Augen, die größer sind als ihr Gehirn, können sie des nachts leichtfüßig von Ast zu Ast springen und Insekten, Amphibien, kleine Vögel und Reptilien jagen. Besucher können die Primaten in speziellen Schutzreservaten besuchen, in denen die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung leben. Da die Tiere untertags schlafen, verharren sie meist an einem Platz – und sind somit leicht aufzufinden. Guides, die durch das lichte Terrain führen, achten darauf, dass die empfindlichen Tiere weder durch laute Geräusche noch durch Blitzlicht gestört werden. Es empfiehlt sich ein Besuch am späten Nachmittag, da die Tiere dann ihre überdimensionalen Augen in voller Pracht präsentieren. 
 

Philippinen

 

Friedliche Giganten der Meere 

Einmal im Leben mit einem Walhai schwimmen – ein Punkt, der bei vielen Weltreisenden auf der Wunschliste steht. Die Philippinen gehören zu jenen Ländern, in denen eine Begegnung mit dem größten Fisch der Welt unter natürlichen Bedingungen möglich ist. Zwischen November und Dezember sowie Mai und Juni kann in Donsol auf Nordluzon am besten mit Walhaien geschnorchelt werden. Der größte Fisch der Welt kann bis zu 13 Meter lang und bis zu zwölf Tonnen schwer werden – eine Begegnung unter Wasser gleicht somit einem Treffen zwischen David und Goliath. Um das Wohl der sanften Haie, die auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen, nicht zu gefährden, gibt es vor Ort strenge Regularien, die nur eine bestimmte Anzahl von Booten und Schnorchlern zulassen. Der WWF Philippinen setzt sich seit 1998 für den Schutz der Tiere ein und führt regelmäßig Zählungen durch - 2020 wurden 19 neue Walhaie in der Bucht gesichtet. 
 

Der König des Regenwaldes

Hoch oben in 40 Metern Höhe und inmitten des Regenwaldes thront er: Der Horst des Philippinenadlers. Hier wacht das philippinische Nationaltier über sein rund 100 Quadratkilometer großes Revier. Mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern gleitet er auf seinen Streifzügen sanft über die sattgrüne Vegetation von Ostluzon, Samar, Leyte und Mindanao. Schätzungsweise gibt es in der freien Wildbahn nur noch etwa 400 Adlerpaare. In Davao City wurde daher 1987 das Philippine Eagle Centre gegründet, um die vom Aussterben bedrohte Art zu schützen und den Bestand zu regulieren. In dem Tierschutzzentrum können Besucher die imposanten Greifvögel aus nächster Nähe beobachten und alles Wissenswerte über sie erfahren. 
 

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Allgemeine Infos:

7.107 Inseln und mindestens genauso viele Möglichkeiten: Auf den Philippinen treffen Gastfreundschaft, Kultur- und Naturerlebnisse aufeinander. Reisende entdecken die vielen Facetten des Inselstaates wie den kleinsten Vulkan der Erde, unterirdische Flüsse oder die Stufen zum Himmel, wie die sattgrünen Reisterrassen von Banaue genannt werden. Inlandsflüge sowie Schiffsverbindungen und Fähren ermöglichen bequeme Rundreisen durch die drei Inselgruppen Luzon, Visayas und Mindanao – von der Hauptstadt Manila im Norden mit Einflüssen aus der spanischen und amerikanischen Kolonialzeit über die Traumstrände auf Boracay bis hin zu den Chocolate Hills auf der Insel Bohol im Süden. Rund um die Inseln tummeln sich im artenreichen Pazifischen Ozean 2.000 verschiedene Fisch- und 400 unterschiedliche Korallenarten, die Taucher aus aller Welt begeistern.