Trapattoni bleibt ein Sir – auch bei 0:7

Kommentar
 Didi
 Constantini

Trapattoni bleibt ein Sir – auch bei 0:7

In Irland hätte ich den Iren eine Minichance ­gegeben - Aber nicht in Polen.

Ich fürchte, gegen Spanien gibt’s für Trapattonis tapfere Iren nicht viel zu holen. Das 1:3 im ersten Spiel gegen Kroatien hat ihre Ausgangsposition nicht unbedingt verbessert. Wenn sie Pech haben, verlieren sie heute 0:3.

In Irland hätte ich den Iren eine Minichance ­gegeben. Aber nicht in Polen. Gegen Turnier­favorit Spanien fehlt ihnen einfach die Klasse. Dabei haben mir die Spanier bei der EURO 2008 in Österreich wesentlich besser gefallen als jetzt. Sie kommen mir zu gierig vor – sie versuchen von Beginn an, den Gegner hinten reinzudrücken. Beim 20er stehen dann acht oder neun Gegner – da haben auch Klasseleute Probleme, durchzukommen.

Trapattoni muss versuchen, hinten dichtzumachen. Wenn ich jemandem eine Sensation vergönne, dann Trap. Er ist ein Sir, ein Trainer mit Herz und mit Stil. Ich erinnere mich, als er mit Salzburg gegen Rapid 0:7 hinten lag. Andere hätten sich verkrochen. Und was machte Trap? Er stand an der Linie und stand zu seiner Mannschaft. Das hat mir imponiert!