Ausgleich in letzter Sekunde

Rapid gegen Salzburg

Ausgleich in letzter Sekunde

Lange Zeit stand es bei Rapid gegen Salzburg 1:0, ganz zum Schluss gelang Dudic der Ausgleich.

Peter Pacult hat bei seinem Debüt auf der Rapid-Trainerbank am Sonntag ein unglückliches 1:1 (1:0) gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg geholt. In einem insgesamt schwachen Spiel vor 17.000 Zuschauern im Hanappi-Stadion sahen die Wiener nach einem Treffer von Veli Kavlak (31.) bis zur 93. Minute wie der Sieger aus, Milan Dudic erzielte Sekunden vor dem Schlusspfiff jedoch noch den glücklichen Ausgleich für die Bullen (93.).

Rapid weiter an achter Stelle
Rekordmeister Rapid, der seit dem 3:2 gegen Altach in der vierten Runde auf einen Sieg wartet, bleibt somit in der Tabelle mit acht Punkten weiter nur an der achten Stelle. Wie die Wiener Austria lag der Rekordmeister in seiner Klubgeschichte zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie so weit zurück. Die Salzburger, die die erste Saison-Niederlage im letzten Moment verhinderten, liegen nun mit 18 Punkten vier Zähler vor Wacker Tirol an der Bundesliga-Spitze.

Hedl im Rapid-Tor
Neo-Trainer Pacult setzte wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls von Teamtorhüter Payer auf Hedl im Rapid-Tor, Gernot Plassnegger bestritt nach Ablauf seiner viermonatigen UEFA-Sperre nach seinem Vertragsaustritt beim GAK sein erstes Pflichtspiel für die Grün-Weißen. Salzburg vertraute auf ein kompaktes Mittelfeld, Janko nahm statt des angeschlagenen Zickler den einzigen Platz im Sturm ein.

Der Tabellenführer fand zwar durch einen Janko-Kopfball die erste Tormöglichkeit vor (3.), der Teamstürmer war aber in der Folge bei Rapids Innenverteidigung gut aufgehoben. Lediglich Verteidiger Bodnar sorgte mit zwei Freistößen (6., 26.) für Gefahr. Beim Rekordmeister war Kavlak gefährlichster Mann auf dem Platz, nach einem ersten Warnschuss (24.) ließ der U21-Teamspieler sieben Minuten später Dudic und Vargas alt aussehen und versenkte den Ball mit einem Aufsitzer im Tor (31.).

Hitziges Duell nach bescheidenem Spiel
Auch nach der Rapid-Führung blieb das Spiel auf bescheidenem Niveau. In der Schlussphase der ersten Spielhälfte wurde das Duell nach zwei harten Fouls von Dober und Plassnegger (jeweils Gelb) noch einmal hitzig, Schiedsrichter Gerald Lehner war jedoch Herr der Lage.

Nach dem Seitenwechsel reagierte Trapattoni und setzte mit Zickler (statt Jezek) und Janocko auf Offensive. Der Führende der Torschützenliste stellte sich bei der Rapid-Verteidigung gleich mit Nachdruck vor, nach einer Bodnar-Flanke (47.) sowie einem Eckball (51.) vergab er zweimal die Chance auf den Ausgleich. Tiffert verpasste bei einer deutschen Koproduktion nach Zickler-Flanke den Kopfball (50.).

Salzburg überlegen, aber ohne Chancen
Die "Bullen" blieben bis zum Schlusspfiff optisch überlegen, jedoch ohne wirkliche Möglichkeiten auf den Ausgleich. Auch nach dem Ausschluss von Dober (Gelb-Rot/79.) gelang es den Mozartstädtern nicht, sich gegen eine aggressiv verteidigende Rapid-Mannschaft Chancen zu erspielen. Mit dem letzten Angriff erzielte Verteidiger Dudic zum Entsetzen der siegessicheren Rapid-Fans nach einer weiten Kovac-Flanke doch noch den glücklichen Ausgleich (93.).