stronach magna

Namensänderung

Austria heißt bald nicht mehr "Magna"

Seit Mittwoch ist der Stronach-Ausstieg offiziell. Der Mäzen hat es in ÖSTERREICH zugegeben. Jetzt muss die Austria sogar ihren Namenändern.

Die Traditionalisten im violetten Lager wird die Nachricht sicher freuen. „Wenn Stronach als Haupt­sponsor aussteigt, wird natürlich auch der Namenszusatz Magna im Klubnamen wegfallen“, erklärt General Manager Thomas Parits exklusiv in ÖSTERREICH. Die Austria heißt ab Sommer wieder FK Austria Wien – ohne „Magna“.

Schweigen
Das große Interview mit Frank Stronach hat in Favoriten für Aufsehen gesorgt. In unserer gestrigen Ausgabe bestätigte der Milliardär klipp und klar: „Ich werde definitiv nicht mehr als Hauptsponsor auftreten.“ Bisher hatte der Austria-Vorstand dies so nicht wahrhaben wollen, stets gehofft, den Austro-Kanadier bei dessen Besuch in Wien Anfang Februar doch noch umstimmen zu können. Nach Stronachs Machtwort herrscht Nervosität am Wiener Verteilerkreis. Und Schweigen. Austria-Präsident Wolfgang Katzian: „Ich werde zur Austria aktuell keinen Kommentar abgeben.“

Akquise
Dabei steht der Präsident nun in der Pflicht. Denn durch den Wegfall der Magna-Millionen fehlen für die kommende Saison zwischen fünf und sieben Millionen Euro im Etat. General Manager Thomas Parits: „Es ist der Job von Katzian, Sponsoren zu suchen. Das Präsidium ist gefordert.“ Dem Sportchef der Veilchen sind derzeit die Hände gebunden. Durch die unsichere finanzielle Zukunft ist die Kader-Planung für kommende Saison vorerst auf Eis gelegt. „Ich muss mich gedulden, bis ich weiß, wie groß der Kuchen sein wird, den ich verteilen kann“, sagt Parits. Und fügt an: „Große Sprünge können wir eh nicht machen. Das ginge aber auch nicht, wenn Stronach geblieben wäre.“

Planung
Trotzdem bleibt der General Manager ruhig: „Die Austria wird überleben. Stronach hat ja auch gesagt, dass er den Klub nicht ins Bodenlose fallen lässt. Wir müssen das Gespräch mit ihm Anfang Februar abwarten, dann wissen wir, wie wir künftig planen können“, sagt Parits. Erst danach können auch die Vertragsverhandlungen mit den Spielern beginnen. „Zum Glück haben die meisten Spieler Verträge bis 2009 oder wir haben eine Option. Ich brauche nicht wieder elf neue Spieler zu holen wie letztes Jahr. Eine solche Rotation wird es nicht wieder geben“, sagt Parits. Es sei denn, der Klub müsste wie 2006 die halbe Mannschaft verkaufen, weil man sich die Spieler nicht mehr leisten kann ...

Von Tobias Schild/ÖSTERREICH