2:0-Erfolg
Erleichterung bei Oranjes nach Start-Sieg
Morten Olsen, Coach der Dänen, musste vor allem einen Unglücksraben trösten.
Nach dem erfolgreichen Start in die Fußball-WM in Südafrika war im Lager der Niederländer große Erleichterung zu spüren. Die als Mitfavorit gehandelten "Oranjes" mühten sich am Montag in ihrem Auftaktspiel im Soccer City Stadium von Johannesburg zu einem 2:0-Sieg über Dänemark und dürfen nun schon auf das Achtelfinale schielen.
"Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Das erste Spiel ist immer schwer und ein guter Auftakt ist extrem wichtig", erklärte Teamchef Bert van Marwijk. Wirklich zu glänzen vermochte seine "Elftal" zwar nicht, dies führte der Coach aber auch auf die defensive Spielweise des Gegners zurück. Nun will der 58-Jährige vor allem darauf achten, dass in seiner Mannschaft nicht der Übermut Einzug hält. "Wir spielen guten Fußball, sind kreativ und wissen, was es heißt, Favorit zu sein. Aber ich habe das schon 100.000 Mal gesagt: Manchmal sind wir arrogant und manchmal kann uns das zum Nachteil werden", erklärte Van Marwijk.
Robben schaute zu
Ein weiterer Schlüsselspieler der Niederländer
musste die Partie von der Bank aus mitverfolgen. Bayern-Star Arjen Robben
war nach einer Muskelverletzung noch nicht ganz fit, wäre aber laut Van
Marwijk auch gar nicht wirklich gebraucht worden.
Bendtner nicht richtig fit
Seinem dänischen Kollegen Morten Olsen
fehlte hingegen ein Kicker von herausragender Klasse. Goalgetter Nicklas
Bendtner war nicht fit ins Spiel gegangen und musste vorzeitig wieder vom
Platz, und ohne den Arsenal-Legionär konnten die Skandinavier die
Niederländer nicht mehr in Bedrängnis bringen. "Unsere Niederlage war
verdient", gestand der Coach.
Trost für Poulsen
Allerdings ärgerte sich der 60-Jährige
über die Art und Weise, wie seine Mannschaft auf die Verliererstraße geriet.
"Ohne das Eigentor hätte alles anders kommen können", vermutete Olsen. Simon
Poulsen war der Unglücksrabe, der völlig unbedrängt per Kopf via Daniel
Agger ins eigene Tor traf. Vorwürfe von seinem Trainer bekam der Verteidiger
deswegen jedoch nicht zu hören, ganz im Gegenteil. Olsen legte nach dem
Schlusspfiff den Arm um den 26-Jährigen "Ich habe ihm gesagt, dass mir so
etwas als Spieler auch einmal passiert ist. Er muss das jetzt abhaken und
sich aufs nächste Match konzentrieren", meinte der Teamchef.
Unglücksrabe Poulsen war ob des Missgeschicks in seinem sechsten Länderspiel untröstlich. "Ich habe mir nur gedacht, das kann einfach nicht wahr sein", stammelte der Abwehrspieler, "aber was soll ich jetzt machen? Ich kann nicht die ganze Zeit weinen, sondern muss nach vorne blicken".
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