Fernduell zwischen Wacker und Kärnten

Abstiegskampf

Fernduell zwischen Wacker und Kärnten

Während in Innsbruck schon mit dem Neustart spekuliert wird, mobilisieren die Kärntner alle Fan-Kräfte.

Auf die Resignation nach der Pleite bei Sturm folgte in Innsbruck verzweifelte Hoffnung. Ob Obmann Stocker, Sportdirektor Kraft oder Kapitän Hattenberger – alle beteuern, noch alles Mögliche zu versuchen, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Besonders motiviert ist Peter Orosz: „Wir haben noch eine Chance. Gegen Mattersburg spielen wir wieder zu Hause. Da werden wir auch gewinnen.“

Neustart
Doch die Red Zac Liga ist innerhalb der Vereinsspitze Thema. Für Stocker ist klar: „Ein Neustart ist bei uns jetzt unbedingt notwendig.“ Deshalb führt der Obmann dieser Tage Gespräche mit Sponsoren, will auch für die zweite Liga ein ordentliches Budget aufstellen. „Jetzt, wo wir wirtschaftlich langfristige Perspektiven gesichert haben, darf ein Abstieg nicht wieder alles zerstören“, appelliert Stocker an die Geldgeber. Sein wichtigstes Projekt: „Ein Amateurteam muss es einfach geben!“

"Matchball" für Kärnten
Für Kärnten ist es ein Endspiel im Abstiegskampf. Drei Punkte am Sonntag gegen Ried – und der Klassenerhalt ist so gut wie geschafft! Austria-Kärnten-Boss Ma­rio Canori hat bei den Behörden den Antrag gestellt, die erlaubte Kapazität der Wörthersee-Arena für dieses Match von 21.600 auf 26.000 zu erhöhen. Canori zu ÖSTERREICH: „Die mündliche Zusage habe ich bereits. Das Interesse ist gewaltig, unser EM-Stadion wird voll sein.“

Mit Frenkie Schinkels kehrte der Spaß zurück – und der Erfolg. Canori: „Frenkie hat mich gefragt, ob wir ihn künftig nicht nach Zuschauern bezahlen können. Doch was er hier geleistet hat, ist sowieso unbezahlbar.“

Angstgegner
Ried ist aber ein Angstgegner. Die Rieder entschieden in der Saison alle drei Duelle für sich. Torverhältnis 9:1. Herwig Drechsel erzielte allein fünf Tore. Schinkels, trocken: „Das Wort Angst kenne ich nicht!“