Fans wüten gegen Videoschiedsrichter

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Fans wüten gegen Videoschiedsrichter

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Der Videoschiedsrichter wird seit dieser Saison in Österreich eingesetzt - mit mäßigem Erfolg. Vor der Bundesliga-Zentrale lassen Fans ihrer Wut freien Lauf.

Fünf Spieltage in der ADMIRAL-Fußball-Bundesliga sind um. Fünf Spieltage - sind 30 Spiele an denen der Videoschiedsrichter abrufbereit war. Oft griff er sogar einmal zu viel ein, weshalb der VAR mächtig unter Kritik steht. In den europäischen Top-Ligen ist der VAR mittlerweile ein wichtiger Bestandteil eines Matches geworden.

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In Österreich hat besonders Klagenfurt-Trainer Peter Pacult Dampf abgelassen. Er sieht keine Durchgängigkeit in den Entscheidungen. "Fußball wird immer Volkssport Nummer eins sein, aber es ist die Frage: Welche Linie wird da gefahren?" Eine durchgängige sei derzeit - nicht nur national - von den Referees nicht zu erkennen. Pacult: "Ich weiß auch nicht, ob der Zuschauer darüber so glücklich ist."

Wütende Fans setzen Zeichen mit Transparent

Aktuell ist es so, dass beinahe jedes geschossene Tor nochmal (zur Sicherheit) vom Videoschiedsrichter kontrolliert wird. Mühsames Warten und bangen für die Fans während dem "VAR-Check" sind die Folge. Ob das für den österreichischen Fußball einen Mehrwert hat, sei dahin gestellt.

Vor der Bundesliga-Zentrale setzten Fans ein Zeichen für ihren Ärger. Sie hingen ein Transparent auf, mit der Aufschrift: "Schluss mit der VARoaschung". Dazu standen mehrere alte PC-Bildschirme vor den Toren von Vorstand Christian Ebenbauer. Eine klare Protest-Aktion!

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Kühbauer befürchtet "Football-Dimensionen"

Rapid-Trainer Didi Kühbauer sieht die Sache noch gelassener: "Es ist so, dass sich noch immer alles einspielen muss. Die Schiedsrichter müssen wie alle anderen an sich arbeiten", forderte er. Er wäre dafür, nicht jedes glasklare Tor zu kontrollieren. "Sonst wird es in Football-Dimensionen ausarten", vermutete der Ex-Kicker. Gleichzeitig plädierte er aufgrund vieler Unterbrechungen für eine längere Nachspielzeit. "Man sollte schon darauf schauen, dass man die Zeit, die man durch den VAR verliert, dann auch tatsächlich nachspielen lässt."

Das wäre zumindest ein Anfang ...

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