Sturm gegen Schlusslicht Lustenau und den Trainereffekt

Bundesliga

Sturm gegen Schlusslicht Lustenau und den Trainereffekt

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Sturm Graz steht am Samstag (17.00 Uhr) vor einem Pflichtsieg. Die sieglose Austria Lustenau kommt mit neuem Trainerteam zum Tabellenzweiten.

Lustenaus Interimscoach und Sportchef Alexander Schneider seien trotz der tristen Situation durchaus in der Lage, "gute Energie und Aufbruchsstimmung", "neue Impulse und neue Effekte" bei der chronisch erfolglosen Austria zu verbreiten, meinte Ilzer. "Es wird kein einfaches Spiel gegen einen Gegner, der durch die Einzelspieler Qualität hat, der im Konter sehr gut agiert. Da müssen wir gegen den Ball sehr scharf sein." Statistisch gesehen kann gegen Lustenau fast nichts schiefgehen: In 20 Liga- und Cuppartien gab es 19 Sturm-Siege. Das einzige Remis, ein 1:1, datiert vom 26. Juli 1997.

"Müssen bestmögliche Qualität auf den Platz bringen"

Im Fernduell mit dem punktegleichen Tabellenführer Salzburg darf man sich keine Ausrutscher erlauben. "Wir müssen als Team mit einer top Energie und top Einstellung in diese Partie gehen und unsere bestmögliche Qualität auf den Platz bringen", forderte Ilzer. Seine Truppe hat vor der Winterpause noch fünf Partien am Programm, nach Lustenau wartet am Donnerstag bei Rakow Czestochowa das vorentscheidende Spiel im Kampf um Platz drei in der Europa-League-Gruppe. "Wir haben noch fünf sehrwichtige Spiele. Da können wir aus einem guten Herbst einen super Herbst machen."

Personell kann Ilzer bis auf Seedy Jatta (Muskelfaserriss Oberschenkel) auf alle Spieler zurückgreifen, allerdings sind William Böving (Schambein) und Mittelfeldmotor Otar Kiteishvili (Achilles) noch "sehr, sehr fraglich". Über ihren Einsatz soll am Samstag entschieden werden. "Sie haben eine schwierige Verletzungsstruktur, das haben wir während der Länderspielpause nicht in den Griff bekommen", musste Ilzer erklären.

"Müssen den Karren selbst aus dem Dreck ziehen"

In Lustenau wurde zu Beginn der Länderspielpause die fast zweieinhalbjährige Ära von Coach Markus Mader beendet, Sportchef Schneider führt interimsmäßig auch das Trainerzepter. "Neben anstrengenden Trainingseinheiten war es uns wichtig, dass wir auch viel mit dem Kopf arbeiten", betonte der Deutsche. "Die Spieler mussten ihre Köpfe frei bekommen und wieder die Lust, Fußball zu spielen, entfachen. Ziel war es, dass man trotz der schwierigen Situation mit einem gewissen Selbstvertrauen auf den Platz geht und alles aus sich rausholt, um den Karren selbst aus dem Dreck zu ziehen."

Vorarlberger noch ohne Sieg

Fünf Punkte liegt Lustenau hinter der elftplatzierten WSG Tirol, drei magere Punkte stehen zu Buche. Zuletzt kassierte man drei Niederlagen en suite, eine vierte kündigt sich an. "Wenn man gegen Sturm Graz spielt, weiß man, was einen erwartet. Sie setzen einen 90 Minuten unter Druck, egal ob sie den Ball haben oder nicht", meinte Schneider. "Wir müssen uns trauen, Dinge anzunehmen und versuchen, Chancen zu erarbeiten. Es braucht Entlastungsphasen. Wenn wir nur abwarten, haben wir keine Chance."

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