Meister Salzburg steht vor Double-Jubel

ÖFB-Cup-Finale gegen Ried

Meister Salzburg steht vor Double-Jubel

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Salzburg ist im Cup-Finale am Sonntag (17 Uhr) gegen Ried klarer Favorit.

Klagenfurt. Wir wollen das Double perfekt machen“, stellt Salzburg-Coach Matthias Jaissle klar. Nach dem neunten Meistertitel in Folge steht am Sonntag (17 Uhr im Sport24-LIVE-Ticker) das Cup-Finale an. Gegner im Klagenfurter Wörthersee Stadion ist der SV Ried. Für die Bullen geht es um das vierte Double in Serie, das neunte insgesamt. Bei der Generalprobe musste man zuletzt einen Rückschlag hinnehmen. Salzburg verlor in der Liga 1:2 gegen Sturm. Allerdings schonte Jaissle im Hinblick auf Ried einige Spieler. „Das Cup-Finale war natürlich schon im Hinterkopf. Das soll aber keine Ausrede sein. Wir haken das schnell ab“, sagte Jaissle. Für Salzburg war es die erste Pleite nach sieben Liga-Siegen in Folge. „Es gibt keine Zweifel, dass wir eine überragende Saison spielen. Wir haben den Anspruch, dass wir jedes Spiel gewinnen“, betonte Jaissle. Wirft man einen Blick auf die Zahlen, dann spricht gegen Ried am Sonntag eigentlich alles für die nächste Bullen-Krönung.

Bullen-Kader 27 Mal so viel wert wie Ried

Mit einem Marktwert von 220 Millionen Euro ist der Salzburg-Kader mehr als 27 Mal so viel wert, wie der der Rieder (8,10 Millionen Euro). Schon die letzten neun direkten Duelle mit den Oberösterreichern blieben die Mozartstädter ungeschlagen und feierten dabei sieben Siege. 2012 kam es schon zum Aufeinandertreffen im Cup-Finale, wo sich die Bullen 3:1 durchsetzten. Dazu steckt Ried noch mitten im Abstiegskampf. Die „Wikinger“ haben als Vorletzter nur vier Punkte auf Schlusslicht Ried gut. Beim 1:1 zuletzt gegen die Admira blieb man das vierte Spiel in Folge ohne Sieg. „Es ist extrem paradox – viele aus dem Trainerteam und der Mannschaft stehen vielleicht nur einmal in ihrer Karriere in einem Cupfinale, aber gleichzeitig sind wir voll im Abstiegskampf“, weiß Trainer Christian Heinle. Ried steht zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte in einem Cup-Finale und hofft auf den dritten Titel.

»Was uns fehlt ist der Cup. Den wollen wir gewinnen«

In Salzburg will man das um jeden Preis verhindern. Goalie Alexander Walke sagte: „International haben wir richtig gut performt, die Meisterschaft ist eingetütet und das, was jetzt noch fehlt, ist der Cup. Den wollen wir natürlich noch gewinnen und wir werden alles daransetzen, dass uns das gelingt.“   

Heinle weiß, wie man die Bullen ärgert

Erst am 19. April trennte sich Ried von Trainer Robert Iberstberger. Christian Heinle übernahm, konnte aber noch keinen Sieg einfahren. Auf ein 0:2 gegen Tirol folgte ein 1:1 gegen die Admira. An Salzburg hat der 37-Jährige aber gute Erinnerungen. Als er Ried im Oktober 2021 interimistisch betreute, holte er mit den Wikingern gegen die Bullen ein 2:2. „Es hat nur wenig gefehlt auf die ganze große Sensation“, meinte er damals. 

Adeyemi will sich mit 6. Titel verabschieden   

20 Jahre ist Karim Adeyemi jung. Trotzdem holte er mit Salzburg schon fünf Titel – dreimal die Meisterschaft und zweimal den Cup. Vor seinem Abschied will der Deutsche das halbe Dutzend morgen gegen Ried voll machen. Sein Abgang im Sommer zu Dortmund soll bereits beschlossene Sache sein. Kolportierte Ablöse inklusive Bonuszahlungen: Unglaubliche 41 Millonen Euro, womit der Stürmer zum teuersten Bundes­liga-Transfer aller Zeiten wird. „Es ist auf jeden Fall so, dass er noch zwei Jahre Vertrag hat bei uns, deshalb eine Ablöse fällig ist und über diese gibt es noch Verhandlungen. Dass wir eine ordentliche Ablöse haben wollen, ist ganz normal“, sagte Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund.

No Adeyemi, no Party: »Chef beim Feiern bin ich«

In der Liga steht Adeyemi vor dem Gewinn der Torjägerkrone. Aktuell führt er mit 17 Treffern zwei vor Tirols Giacomo Vrioni (15). Beim 1:2 gegen Sturm wurde der DFB-Teamspieler geschont – um im Cup-Finale voll da zu sein. In vier Bundesliga-Duellen mit Ried gelangen dem Jungstar zwei Tore. Am Sonntag will er nachlegen und dann die große Double-Party anführen. Adeyemi betonte nach dem Meisterstück: „Der Chef beim Feiern bin auf jeden Fall ich.“ In der Liga stehen noch Spiele gegen den WAC, Rapid und Klagenfurt an – es werden wohl die letzten von Adeyemi im Salzburg-Trikot.  

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