Austria Lustenau

FAC verliert Titelkampf in der 2. Liga

Austria Lustenau steigt in die Bundesliga auf

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Austria Lustenau hat am Freitagabend sportlich den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga fixiert. Der FAC muss sich mit Platz 2 begnügen.

Der Zweitliga-Spitzenreiter feierte am vorletzten Spieltag beim SV Horn einen 2:1-Erfolg und profitierte von der gleichzeitigen 0:1-Auswärtsniederlage des zweitplatzierten FAC in Lafnitz. Die Vorarlberger haben nun in der Tabelle vor der letzten Runde uneinholbare fünf Zähler Vorsprung auf die Floridsdorfer. Lustenau kehrt somit nach 22 Jahren wieder ins Oberhaus zurück.

Das Team aus dem Ländle fuhr die wichtigen drei Zähler und somit den Zweitliga-Meistertitel durch zwei Eigentore der Horner ein. Fragezeichen rund um den Aufstieg gibt es nur wegen des finanzmaroden Vereins Wacker Innsbruck. Sollten die Tiroler am 30. Spieltag wegen akuten Geldmangels nicht spielen, würden sämtliche Resultate der Innsbrucker gestrichen. Lustenau holte aus den zwei Spielen gegen Wacker zwei Punkte mehr als die Wiener - dadurch würde der Polster auf drei Zähler schrumpfen.

Somit würde sich für den FAC noch eine Minichance ergeben. Allerdings müsste die Lustenauer Austria in der Schlussrunde am 22. Mai gegen die Young Violets verlieren, während der FAC die Juniors OÖ schlagen muss.

In Horn kam Lustenau nur schwer in die Gänge und hatte dann in der 25. Minute Glück, als der Horner Julian Klar einen Anderson-Pass ins eigene Tor bugsierte. Mit der 1:0-Führung der Vorarlberger ging es auch in die Pause. In Hälfte zwei schafften die Niederösterreicher schnell den Ausgleich, Burak Yilmaz versenkte sehenswert einen Freistoß aus gut 20 Metern Entfernung im Gäste-Gehäuse (51.).

Doch das Glück blieb Lustenau am Freitag, dem 13., hold: Der soeben eingewechselte Bryan Silva Teixeira dribbelte sich in den Strafraum der Horner, sein Pass landete via Knie von SVH-Spieler Paul Gobara im Tor (65.). In der Folge vergaben Lustenaus Offensivstars Haris Tabakovic und Michael Cheukoua gute Gelegenheiten zur Vorentscheidung. Da auch Muhammed Cham (89.), Nicolai Bosch (93.) und erneut Tabakovic (94.) Sitzer ausließen, blieb es beim 2:1, was den Vorarlbergern aber zum ausgiebigen Feiern mit ihren mitgereisten Fans reichte.

"Ich denke, dass wir über die gesamte Saison attraktiven Offensivfußball gezeigt haben. Wir haben die Nerven bewahrt, obwohl es teilweise nicht mehr so geflutscht ist. Die Jungs haben sich das zu 100 Prozent verdient", strahlte Lustenau-Trainer Markus Mader nach dem Spiel im ORF-Interview. "Wenn ich in die Gesichter der Spieler sehe und da weint ein Haris Tabakovic vor Freude, dann haben wir sehr viel richtig gemacht heuer." Die Heimreise nach Vorarlberg soll nun zur Meisterparty umfunktioniert werden. "Wir haben jetzt eine lange Heimfahrt, die wir feuchtfröhlich absolvieren werden", so Mader.

Der FAC startete unterdessen mit viel Schwung in der Fußballarena Lafnitz und stolperte. Während Martin Rasner, Joao Oliveira und Leomend Krasniqi sehr gute Möglichkeiten auf die Gästeführung ausließen, erzielte Christian Lichtenberger im Konter nach einer Großchance der Gäste das 1:0 für die Steirer. Vorne blieb das Wiener Team um das frisch verlängerte Trainer-Duo Mitja Mörec/Aleksandar Gitsov weiter glücklos, Christian Bubalovic vergab in der Nachspielzeit die letzte Möglichkeit der Gäste, sein Heber landete nur auf der Latte (91.).

Die Floridsdorfer bleiben damit gegen Angstgegner Lafnitz weiter sieglos, die Aufstiegsträume sind damit geplatzt. Coach Mörec war dennoch stolz auf sein Team. "Wir haben eine großartige Saison gespielt, sind fix Zweiter, das ist ein unglaublicher Erfolg. Aber sicher ist es bitter, wenn man so nah dran und am Ende aber nicht erfolgreich ist. Kopf hoch, weiter geht's."

In den weiteren Partien feierten Blau Weiß Linz gegen Liefering und Amstetten gegen den GAK klare 3:0-Heimsiege. Die Linzer behaupteten damit Rang drei (53 Punkte) vor Lafnitz (52) und Amstetten (51). Das Derby zwischen den Young Violets und Rapid II endete trotz 2:0-Führung der Grünweißen noch 3:3. St. Pölten bezwang Wacker Innsbruck mit 3:1, während sich die Juniors OÖ und Kapfenberg 1:1 trennten. Schlusslicht Dornbirn unterlag daheim Vorwärts Steyr mit 2:3, braucht aber nichts mehr zu befürchten, da mit den Juniors OÖ (keine Lizenz beantragt) und Wacker Innsbruck (keine Lizenz erhalten) die zwei Absteiger bereits feststehen.

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