Symbolbild

Es geht rund

Hausdurchsuchungen beim GAK

Nachdem der GAK aus finanziellen Gründen seine Auflösung beschloss, schritt die Wirtschaftspolizei ein: Hausdurchsuchungen!

Graz, Dienstag Vormittag: Beamte der Wirtschaftspolizei stürmen das GAK-Trainingsgelände in Weinzödl, im Norden von Graz. Zugleich werden auch die Wohnungen etlicher aktueller und ehemaliger Vorstände des Grazer Pleiteklubs durchsucht. Laut ersten Informationen sollten Beweise im Zusammenhang mit dem Verdacht der Steuerhinterziehung und grob-fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubiger-Interessen gesammelt werden.

Die Staatsanwaltschaft Graz bestätigte dies gegenüber ÖSTERREICH. Es gab allerdings keine Verhaftungen, laut ersten Gesprächen mit ÖSTERREICH bestritten die Ex-Präsidenten Fischl und Sticher jedoch, dass bei ihnen Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden. Welche GAK-Verantwortlichen im Visier der Wirtschaftspolizei stehen, wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben.

Mitglieder beschließen Auflösung
Dramatische Mitgliederversammlung im Grazer Josef-Krainer-Haus – und ein spektakuläres Ende: Aufgrund der prekären wirtschaftlichen Situation wurde beschlossen, den GAK in der heutigen Form aufzulösen. „Der GAK ist tot – es lebe der GAK“ war gestern um 23.04 Uhr auf der Homepage des steirischen Traditionsvereins zu lesen, der nach seinem Zwangsabstieg aus der obersten Spielklasse zuletzt in der Regionalliga Mitte spielte.

Neustart in der 2. Klasse
Der Vorschlag zur Auflösung des Klubs wurde von GAK-Sektionsobmann Harald Fischl eingebracht, der die Fortführungs-Kaution in der Höhe von 200.000 Euro gestellt hatte. Die wahrscheinlichste Konsequenz der Ereignisse dieses „historischen Tages“ (GAK-Homepage): Der GAK stellt den Spielbetrieb in der dritthöchsten Spielklasse Österreichs mit sofortiger Wirkung ein, alle GAK-Spieler, die dem Verein verblieben sind, sind kostenlos frei.

Der GAK will einen Neustart in der untersten Liga, der 2. Klasse versuchen, à la longue soll eine Kooperation mit einem Landesliga-Verein angestrebt werden.

Nicht alle im GAK wollen sich damit abfinden. Teile der Vereinsführung wollen eine Abstimmung aller 800 Mitglieder abwarten. Die GAK-Homepage sieht’s jedenfalls zwangsoptimistisch: „Der erste Schritt in die Zukunft ist getan.“