Bayern nutzt Dortmund-Patzer

Deutsche Bundesliga

Bayern nutzt Dortmund-Patzer

München gewann ohne David  Alaba in Nürnberg 1:0.

Der FC Bayern München hat im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft wieder alles selbst in der Hand. Einen Tag nach dem verrückten 4:4 von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart machten die Bayern ohne David Alaba am Samstag beim 1:0-(0:0)-Zittersieg auswärts gegen den 1. FC Nürnberg wertvollen Boden gut. Dank Arjen Robben (69. Minute) verkürzten die Münchner den Rückstand auf Dortmund in der Tabelle auf drei Punkte. Zudem haben die Bayern das bessere Torverhältnis als der BVB, gegen den es in eineinhalb Wochen zum Liga-Gipfel kommt.

Starker Ivanschitz
Indes fügte Mainz 05 nicht zuletzt dank einem stark aufspielenden Andreas Ivanschitz im "Österreicher-Duell" Werder Bremen auswärts eine 0:3-Schlappe zu und bringt Werder im Kampf um das internationale Fußball-Geschäft immer mehr in Zugzwang. Indes feierten der HSV (1:0 in Kaiserslautern), Freiburg (2:0 bei Leverkusen) und Augsburg (2:1 gegen Köln) wichtige Erfolge im Kampf gegen den Abstieg.

 Die Bayern, bei denen Alaba erstmals im Frühjahr das Geschehen nur von der Bank aus verfolgte, kamen in einer lange Zeit zähen Partie in Nürnberg spät, aber gerade noch rechtzeitig auf Touren. In der turbulenten Schlussphase mussten sie aber noch bangen. Während die Truppe von Jupp Heynckes den vierten Ligasieg en suite feierte, kassierte Nürnberg im 184. fränkisch-bayrischen Derby die vierte Liga-Niederlage nacheinander und steckt ganz tief im Abstiegskampf.

In Bremen spielte Ivanschitz ebenso wie Julian Baumgartlinger (beide erstmals seit 19. Februar wieder in der Startelf) im Mittelfeld durch und legte die frühe Führung durch Adam Szalai (19.) mustergültig auf. 20 Minuten später hätte er fast selbst ein Tor erzielt, als er per 25-Meter-Freistoß das Lattenkreuz erzittern ließ (40.).

 Eric Maxim Choupo-Moting (48., 74.) machte schließlich die Niederlage der Hausherren, die in der ersten Hälfte das dominierende Team waren, perfekt. Bei Bremen, das im Sturm auf Claudio Pizarro setzte, kickte Zlatko Junuzovic an der Spitze der Mittelfeldraute über die volle Zeit, Sebastian Prödl und Marko Arnautovic fehlten hingegen verletzungsbedingt. Für Mainz war es nach zuvor zwölf sieglosen Gastspielen in Serie wieder ein "Dreier" in der Fremde.