Schiemers Albtraum von Posen

Europa League

Schiemers Albtraum von Posen

Der Ex-Austrianer schied vor zwei Jahren gegen die Polen aus.

Für Fränky Schiemer ist das kommende Auswärtsspiel bei Lech Posen die Rückkehr eines Albtraums: 2008 traf Schiemer mit seinem Ex-Klub Austria Wien auf die Polen – im entscheidenden Duell um den Einzug in die Gruppenphase. Im Hinspiel am Verteilerkreis lief alles (fast) perfekt: Schiemer traf im Doppelpack, die Austria siegte 2:1. Schiemer: „Wir haben gewonnen, das war unser Ziel. Freilich wäre ein zu-Null besser gewesen.“ Stimmt! Das dumme Gegentor (zum zwischenzeitlichen 1:1) sollte sich noch rächen. Ebenso die Tatsache, dass Rubin Okotie einen Elfer verschoss ...

Gelb-Rot
Im Rückspiel unterlag die Austria mit 2:4 nach Verlängerung! Dabei hatte es bis zur 85. Minute 1:1 gestanden – und die Veilchen schnupperten schon am Aufstieg ... Fränky Schiemer sah in der 106. Minute Gelb-Rot. Der Blondschopf: „Das war bitter für die Mannschaft!“ Die Austria verpasste die schon sicher geglaubte Gruppenphase.

Zählbares
Schiemers derzeitiger Klub Red Bull Salzburg kämpft heuer um höhere Ziele. Die Festspielstädter wollen wie im Vorjahr im Europacup überwintern. Dazu brauchen sie in Posen unbedingt Zählbares – am besten einen Sieg!

Top-Torjäger
Posen, das im Sommer Top-Torjäger Robert Lewandowski an Borussia Dortmund verlor, ist heuer schwach in die Saison gestartet. Nach sechs Runden belegt man Platz 10 (acht Punkte).

Niederlage
Posen erlitt zuletzt eine 1:2-Niederlage in Warschau. Salzburgs Co- Trainer Eddy Achterberg beobachtete das Spiel live vor Ort. Der Niederländer war vom Auftreten des Gegners beeindruckt. „Sie haben eine spielerisch starke Mannschaft, die vorne sehr beweglich ist. Wir brauchen einen guten Tag, um dort bestehen zu können.“

352 Minuten ohne Gegentreffer
Immerhin: Österreichs Meister zeigte sich zuletzt im Aufwind, vor allem defensiv. Der deutsche Goalie Gerhard Tremmel und seine Vorderleute sind in der Meisterschaft schon seit 352 Minuten ohne Gegentreffer.