hickersberger wüste

Abu Dhabi

Sieg zum Saisonende für Hickersberger

Ex-ÖFB-Teamchef siegt mit Al Wahda im letzten Saisonspiel, belegt Platz vier in der Meisterschaft. Zukunft in der Wüste aber offen.

Für Österreichs früheren Fußball-Teamchef Josef Hickersebrger hat die Meisterschaft der Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Sieg geendet. "Hicke" gewann am Sonntag mit seinem Club FC Al Wahda Abu Dhabi das abschließende Spiel auswärts gegen Al Khaleej Khor Fakkan mit 2:1, womit in der Zwölferliga Rang vier mit 21 Punkten Rückstand auf Meister Al Ahli Dubai als Endplatzierung herausschaute.

Auf dieser Position hatte Hickersberger die Mannschaft auch bei seinem Amtsantritt im vergangenen Dezember übernommen. "Das Saisonziel, das wir bei meinem Amtsantritt gehabt haben, haben wir erreicht, aber nicht das Ziel sechs Monate zuvor, denn das war der Meistertitel", sagte der Niederösterreicher, der am Mittwoch Richtung Heimat aufbricht.

Das kommende Spieljahr beginnt Ende September, als Trainingsstart wäre Mitte Juli vorgesehen - ob Hickersberger die Truppe aber auch in die nächste Saison führt, ist noch offen. "Es geht um die finanzielle Wertschätzung, auf Deutsch gesagt ums Geld", meinte der 61-Jährige. Auch wenn es zu keiner weiteren Zusammenarbeit kommen sollte, wird man den früheren Rapid-Meistermacher nicht mehr in heimischen Stadien an der Linie sehen. "In Österreich werde ich sicher nicht mehr als Trainer arbeiten."

Im Falle einer Verlängerung in Abu Dhabi wünscht sich Hickersberger einen Torhüter (der aufgrund einer Liga-Regelung nur aus den Emiraten kommen darf), einen Linksverteidiger und einen Torjäger. Ein derzeit in Europa tätiger Stürmer wurde bereits ins Auge gefasst, eine Einigung steht allerdings noch aus. In der Emirate-Liga sind drei Ausländer sowie ein zusätzlicher Spieler aus den GCC-Staaten (neben den Emiraten Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien, Oman, Katar) erlaubt.

Laut Hickersberger, der mit Al Wahda auch das Finale im Emirates Cup und das Semifinale im Presidents Cup erreicht hatte, hat der Fußball am Golf in seiner knapp siebenjährigen Abwesenheit, in der er Rapid und die ÖFB-Auswahl betreute, Fortschritte gemacht. "Die Qualität ist besser, alles ein bisschen professioneller geworden. Aber es bleibt noch viel zu tun", betonte Hickersberger.