FIA-GT1-WM 2010 mit Wendlinger und Zuber

Am Wochenende beginnt in Abu Dhabi die runderneuerte FIA-GT1-Meisterschaft. Erstmals ist dieses Championat eine offizielle FIA-WM und dementsprechend hochkarätig und umfangreich ist auch das Feld. Mittendrin sind zwei Österreicher. Einerseits der Tiroler Routinier Karl Wendlinger (41) als Pilot eines Nissan GTR bei Swiss Racing, andererseits Andreas Zuber.

Die "FIA-GT1 World Championship" stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten: Mit 24 Autos gibt es ein Rekord-Starterfeld mit klingenden Namen, dazu ein neues technisches Reglement, ein an die Formel-1 angelehntes Qualifying in drei Abschnitten sowie zwei Rennen über jeweils eine Stunde mit einem Pflichtboxenstopp (Fahrer- plus Reifenwechsel). Von den zehn Rennen werden gleich vier außerhalb Europas gefahren, neben den Emiraten auch in Südafrika, Brasilien und Argentinien.

Wendlinger ist mit 17 Siegen und 35 Podiumplätzen der aktuell erfolgreichste GT-Pilot, sein Partner ist der junge Schweizer Henri Moser. "Der WM-Status bringt eine große Aufwertung der Serie mit sich. Das Rekord-Starterfeld unterstreicht das große Interesse deutlich. Dazu sind ab heuer nur noch GT1-Fahrzeuge am Start. Es wird mit Sicherheit eine sehr spannende, vor allem aber sehr harte Saison", sagte der Weltmeister von 1999 und gab sich vor dem WM-Auftakt zuversichtlich. "Das Team ist praktisch ident mit jener Mannschaft, mit der wir sowohl bei Jetalliance Racing als auch im Vorjahr bei KplusK Motorsport stets konkurrenzfähig waren und auch Siege eingefahren haben!"

Der Steirer Zuber hat der GP2 den Rücken gekehrt und fährt bei Phoenix Racing eine Corvette C6R. Er genoss nach den Jahren im Monoposto das "Fahren unter Dach" und freut sich ebenfalls auf die Saison. "Für mich sind ja nicht nur der Sportwagen und das Team, sondern auch der Fahrerwechsel und die fliegenden Formationsstarts neu. Das wird alles sehr spannend."

Los geht es am Wochenende aber nicht nur in der FIA-GT1-WM, sondern auch in der GT Open in Valencia (Philipp Peter, Richard Lietz) sowie die Renault World Series im Motorland Aragon, in der Walter Grubmüller debütiert. Der 21-jährige Vize-Champion der britischen Formel-1-Meisterschaft wechselte in diese wesentlich stärkere und hochkarätige Serie. Mit dabei sind dort u.a. Greg Mansell, Sohn des Formel-1-Weltmeisters Nigel Mansell, oder der neuseeländische Red-Bull-F1-Ersatzfahrer Brendon Hartley.

Bereits begonnen hat die deutsche Formel-3-Meisterschaft. Der Tiroler Rene Binder (18) belegte beim Auftakt vergangenes Wochenende in Oschersleben Platz zehn. Gute Nachrichten gibt es von Klaus Bachler. Der 18-jährige Steirer durfte nach seinem schweren Hockenheim-Unfall das Krankenhaus in Ludwigshafen nach 16 Tagen und zwei Operationen am Mittwoch verlassen und nach Hause fahren.