Formel 1 Saisonstart

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Holpriger Start beim Wüsten-GP

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Die Königsklasse des Motorsports ist zurück. Ab Freitag wird um die F1-WM gekämpft.

An diesem Wochenende ist es mit Tarnen und Täuschen vorbei. Wenn am Samstag in Sakhir beim ersten Qualifying der Saison die Motoren heulen, wird die wahre Leistungsstärke der Teams zu sehen sein und ein Vergleich der neuen Autos mit ihren Vorgängermodellen möglich. „Ich bin aufgeregt, dass wir die Aufmerksamkeit jetzt auf das Rennfahren legen können. Es ist eine komplett neue Ära für den Sport und alles kann passieren“, sagte Weltmeister Max Verstappen.

Um die Ausgeglichenheit zu fördern, haben die F1-Macher auf ein komplett neues Aerodynamik-Reglement gesetzt. Der Unter­boden generiert nun den Hauptanteil des Abtriebs, um das Heck des Autos sollen sich keine den Hintermann störenden Luftverwirbelungen („Dirty Air“) mehr bilden. „Der Fokus ist, das Feld näher zusammenzubringen und es einfacher zu machen, hintereinander herzufahren. Ich hoffe, wir sehen das beim ersten Rennen“, meinte Verstappen, der letzte Saison eher selten in die Verlegenheit des Hinterherfahrens kam.

Neue Aerodynamik sorgt für »Bouncing«

Anders als Haas-Pilot Mick Schumacher. „Das war natürlich, warum wir letztes Jahr nicht hintereinander herfahren konnten, weil wir überall vorne und hinten Down­force verloren haben, dementsprechend die Kurve nicht mehr pushen konnten. Oder wenn wir die gepusht haben, sind wir recht viel gerutscht.“

Champion Verstappen erklärt: „Alles ist neu, also gibt es eine Menge Unbekannte vor dem ersten Rennen der Saison.“ Eine Begleit­erscheiung der neuen Aerodynamik-Regeln: Die Formel-1-Boliden können sich auf Geraden unkontrollierbar heben und senken – „Porpoising“ oder „Bouncing“ sind dafür die Begriffe. Die Performance leidet darunter, für die Fahrer kann es sehr unangenehm sein. Da die Sicht im Cockpit leidet, ist das Hüpfen auch eine potenzielle Gefahr. „Es ist auf jeden Fall nicht unbedingt einfach, das Ganze in den Griff zu kriegen“, ergänzt Schumacher.

Schwere Autos werden auch langsamer als 2021

Insgesamt werden die auch schwereren Autos – das Mindestgewicht stieg von 743 auf 798 kg – etwas langsamer sein als in der Saison 2021. Um wie viel, wird sich zeigen. Die auf den Testfahrten basierenden Hochrechnungen gehen nur von knapp einer Sekunde Zeitverlust aus. Die Messlatte im Qualifying liegt bei 1:28,997 Minuten – so schnell war Verstappen auf seiner Pole-Runde des Vorjahres. Im Rennen musste er sich dann mit Platz zwei hinter Mercedes-Mann Lewis Hamilton begnügen.Der Asphalt glüht, die Fahrer ebenso ...

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