Morgenstern: Unfall bei Renn-Premiere

Crash in Spielberg

Morgenstern: Unfall bei Renn-Premiere

Ex-Skispringer Sven Hannawald drängte den Olympiasieger ab.

Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern ist bei seiner Motorsport-Rennpremiere glücklos geblieben. Ausgerechnet sein ebenfalls in der Gäste-Klasse startender Ex-Branchenkollege und Motorsport-Semiprofi Sven Hannawald drängte den Österreicher am Samstag im ersten Rennen zum VW-Scirocco-Cup in Spielberg in ein verunfalltes Auto, was letztlich beide mit dem frühzeitigen Aus bezahlten.

Der Unfall passierte schon in der Startrunde und auf nasser Piste, weshalb Morgensterns erster Rennauftritt auch schnell wieder vorbei war. Dabei war der aktuelle Sieger der Vierschanzentournee im Training stets klar Schnellster der vier teilnehmenden "Legenden" gewesen.

Knauß schnellste "Legende"
Während Morgenstern und Hannawald aber ausschieden, belegte Hans Knauß beim Sieg des Polen Mateusz Lisowski überraschend Platz zehn. Dafür durfte der Steirer, der nach seiner Skikarriere ebenfalls jahrelang halbprofessionell Autorennen gefahren war, am Legenden-Podest von ganz oben die österreichische Hymne hören sowie den Siegerpokal aus den Händen von Sängerin Christina Stürmer entgegennehmen.

Walchhofer: "Gewichtsnachteil"
Auch für Ski-Abfahrts-Weltmeister Michael Walchhofer ging ein Traum in Erfüllung. Als 19. vermied der groß gewachsene Salzburger wie erhofft den letzten Platz. Dabei war der mit Saisonende zurückgetretene Abfahrts-Star, der wie Morgenstern erst kürzlich in Oschersleben seine Lizenz gelöst hatte, vom 27. und letzten Platz aus gestartet, nachdem er aus familiären Gründen das ganze Freitags-Training verpasst hatte.

"Ich habe hier einen eklatanten Gewichtsnachteil und fahre hier eigentlich nur gegen das Überrundet-Werden", scherzte Renn-Rookie Walchhofer, der nach Team-Analysen "zu wenig und 60 Meter zu früh" bremst.