"Formelle und inhaltliche Unklarheiten"

ÖOC versinkt endgültig im Wahl-Chaos

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Rund um die Neuwahlen im Österreichischen Olympischen Komitee gibt es neue Wirren.

Jene fünf Fachverbände, die eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen hatten, ziehen den Antrag auf eine solche und auf Durchführung von Wahlen zurück. Erst müssen offene Rechtsfragen geklärt werden, hieß es in einer E-Mail an den ÖOC-Vorstand. Das ÖOC stellte via Aussendung fest, dass die Außerordentliche ordnungsgemäß vom Vorstand einberufen worden sei und am Montag stattfinden werde.

Zur Vorgeschichte: Das ÖOC hatte dem Wahlausschuss, der die Vorstandswahlen vorbereiten sollte und einen - für manche heftig umstrittenen - namentlich kompletten Wahlvorschlag präsentierte, das Vertrauen entzogen. Woraufhin fünf Verbänden - Schwimmen, Golf, Turnen, Basketball, Ringen - eine außerordentliche Hauptversammlung einberiefen. Am 14. Juni wurde auf der ÖOC-Vorstandssitzung beschlossen, den - vom Ausschuss leicht adaptierten - Wahlvorschlag am 3. Juli auf der Außerordentlichen Hauptversammlung doch zur Abstimmung zu bringen. Um wieder Ruhe in die angespannte Situation zu bringen, wie das ÖOC sagte, und die Mitglieder entscheiden zu lassen.

ÖOC will Termin durchpeitschen

Jene fünf Verbände sehen nun "wesentliche formelle und inhaltliche Unklarheiten" in den Schritten des ÖOC zur Vorbereitung der außerordentlichen Hauptversammlung. Erneut wird in Frage gestellt, ob der aktuell tätige Vorstand überhaupt noch im Amt ist. Außerdem sieht man den Antrag der Dachverbände zur Durchführung eines Schiedsverfahrens in der Frage, ob der Wahlausschuss noch im Amt ist, blockiert.

Die fünf Verbände sind gemäß eines Gutachtens der Auffassung, dass mit ihrer Rückziehung keine außerordentliche Hauptversammlung am 5. Juli "rechtswirksam stattfinden kann" und sämtliche weitere Schritte des gesamten Vorstandes "nichtig sind".

Das ÖOC hält an dem Termin fest. "Es liegen mehrere Anträge vor, über welche die 47 stimmberechtigten Mitglieder abstimmen werden. Die von fünf Verbänden verbreiteten Unwahrheiten weist der Vorstand entschieden zurück", teilte die Organisation am Samstag mit.

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