Schubert & Plank

Jakob Schubert und Bettina Plank lassen uns jubeln

Das war unser Bronze-Tag in Tokio

Ganz Österreich zitterte gestern mit unseren Bronze-Helden in Karate und Klettern.

Zwei neue Olympia-Sportarten, in beiden hatten wir heiße Medaillenkandidaten am Start. Beide machten es sooo spannend und am Ende jubelt Österreich jeweils über Premieren-Bronze.

Karate-Lady Bettina Plank hatte überhaupt nur eine einzige Olympia-Chance. In Paris 2024 wird Karate schon wieder aus dem Programm genommen. Dann verlor die 29-jährige Vorarlbergerin gleich ihren ersten Kampf. Nach zwei Siegen und einem Remis musste sie zittern. Es reichte fürs Halbfinale: Um 12.26 Uhr unserer Zeit war 55-kg-Bronze fix. Plank wollte Gold, musste sich aber der späteren Olympiasiegerin Goranowa (BUL) 3:4 geschlagen geben. Plank weinte vor Glück und Erleichterung: „Unbeschreiblich, dass es sich für eine Medaille ausging.“

Schubert vor Medaillen-Entscheidung Letzter

Kletter-Ass Jakob Schubert krallte sich ebenfalls auf den letzten Drücker die Medaille. Nach einem siebenten Platz in der Speed-Konkurrenz und einem fünften im Bouldern lag der Weltmeister von 2018 nur auf Platz 7 von 7 Finalisten.

Im Vorstieg (Lead), seiner stärksten Disziplin, musste er gewinnen, um noch Bronze zu retten. Er behielt die Nerven – um 15.11 Uhr jubelte Österreich mit dem 30-jährigen Tiroler über die bereits 7. Medaille bei diesen Spielen. Auch Schubert konnte seine Tränen nicht zurückhalten: „Ich habe so lange und so hart hingearbeitet, diese Medaille bedeutet mir alles!“

Nur in Berlin 1936 gab’s mehr Edelmetall für uns

Mit insgesamt sieben Medaillen hat unser Olympia-Team bereits die Erfolgsspiele von Athen 2004 eingeholt. Allerdings gab’s vor 17 Jahren zwei Gold- und vier Silbermedaillen. Aber wir haben ja noch Medaillenchancen in Tokio – zum Beispiel heute im Klettern durch Jessica Pilz.

Deutlich erfolgreicher war Österreich bei Sommerspielen nur in Berlin 1936, als es insgesamt 13 Medaillen gab, vier davon in Gold. Jedenfalls ist ÖOC-Boss Karl Stoß schon jetzt mehr als zufrieden mit der Tokio-Ausbeute. „Wir hatten mit der Rad-Goldmedaille durch Anna Kiesenhofer den perfekten Start.“