Die Südtirolerin Rebecca Passler darf nun doch an den Start gehen.
Die italienische Biathletin Rebecca Passler darf nach ihrer vorläufigen Suspendierung wegen eines positiven Dopingbefunds doch bei Olympia in ihrer Heimat starten. Das entschied das Berufungsgericht von Italiens nationaler Anti-Doping-Behörde NADO. Zuvor war der Fall von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) in Mailand dorthin verwiesen worden. Passler war gegen ihren Olympia-Ausschluss mit einem entsprechenden Antrag vorgegangen und hatte nun Erfolg.
Passler war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Jänner positiv auf Letrozol getestet worden. Anschließend wurde sie vor den Winterspielen vorläufig suspendiert. Die 24-Jährige hatte gefordert, die Suspendierung wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in ihrer Heimat Antholz zu ermöglichen.
Mit dem Medikament Letrozol kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Passler ist seit mehreren Jahren mit dem österreichischen Biathleten Dominic Unterweger liiert.