Geschafft! Trotz schlechter Sicht, langer Unterbrechungen und vor wenigen Tagen gerissenem Kreuzband schaffte es Lindsey Vonn im ersten Training für die Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr, ORF1 live) heil ins Ziel.
Dabei stand das erste Training auf der Tofana-Abfahrt unter keinem guten Stern. Weil bis zum Schluss am letzten Sprung gearbeitet wurde, ging es mit Verspätung los. Dann stürzte mit Ilka Stuhec gleich die erste Rennläuferin im am Rand nicht rausgerutschten Neuschnee. ORF-Expertin Nici Schmidhofer: "Das darf bei Olympia nicht passieren!"
Immer wieder wurde am Sprung gearbeitet, danach wegen schlechter Sicht lange unterbrochen.
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Aufatmen nach Vonns Fahrt
Fast zwei Stunden nach dem ursprünglichen Beginn legte Vonn mit Startnummer 10 los. Mit einer Metall-Orthese unterm Rennanzug über dem verletzten Knie legte die beste Abfahrerin aller Zeiten einen soliden Ritt hin und beendete das Training als Elfte (+1,39).
Ohne Interviews zu geben verließ die 40-Jährige den Zielraum. Ihr Ski-Trainer Aksel Lund Svindal erklärte im ORF: "Es geht ihr ganz gut. Das Wichtigste ist, dass jetzt keine Schwellung kommt. Für mich hat das ganz gut ausgeschaut."
Österreicherinnen stark
Trainingsschnellste war US-Rennläuferin Jacqueline Wiles vor Kajsa Vickhoff Lie (NOR/+0,66) und der Deutschen Kira Weidle-Winkelmann, die allerdings ein Tor ausgelassen hatte.
Stark die Österreicherin: Nina Ortlieb und Ariane Rädler belegten ex aequo Platz 4 (+1,02). Conny Hütter (+1,28) lag unmittelbar vor Vonn auf Rang 10, klagte nach dem Warten über "so kalte Zehen" und meinte über ihre Fahrt: "Den ersten Teil hab ich nicht so erwischt, wie ich es mir vorgestellt hab." Im zweiten Training am Samstag will sie sich "alles besser anschauen, dann sollte es schon passen. Ich mag die Abfahrt in Cortina."