Unerwartet!

Große Überraschung: Alaba bringt Real zum Staunen

Abgeschrieben. Ausgemustert. Viele hatten David Alaba bei Real Madrid bereits auf dem Abstellgleis gesehen. Nach Kreuzbandriss im Dezember 2023, kleinen Rückschlägen und wenig Spielzeit schien die Ära des einstigen Abwehrchefs vorbei. Doch ausgerechnet jetzt sorgt der ÖFB-Kapitän intern für Staunen.

Neun Einsätze, 210 Minuten – für einen Spieler, der ein Jahresgehalt von 22,5 Millionen Euro casht, eine magere Bilanz. Immerhin: Unter Neo-Coach Álvaro Arbeloa durfte der 33-Jährige in den Heimspielen gegen Levante (2:0) und Rayo Vallecano (2:1) zumindest wieder Minuten sammeln. Ein vorsichtiger Schritt nach vorn, mehr aber nicht. Dann der nächste Dämpfer: Ein grippaler Infekt bremst ihn erneut aus. 

Vertrag läuft aus – MLS lockt 

Ausgerechnet vor dem heiklen Gastspiel am Sonntag (21 Uhr/live DAZN) bei Valencia CF droht er wieder auszufallen. Und die Personalsorgen sind ohnehin massiv: Jude Bellingham fehlt verletzt, Éder Militão ebenfalls, Vinícius Júnior ist gesperrt. Dazu kommen angeschlagene Leistungsträger wie Rodrygo und Antonio Rüdiger. 

Auch abseits des Rasens ist Alabas Lage heikel: Sein Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung gilt als unwahrscheinlich. Gleichzeitig sollen konkrete Angebote aus der MLS vorliegen. Ein Wechsel in die USA erscheint daher durchaus realistisch – nicht zuletzt mit Blick auf die WM im Juni und die nötige Spielpraxis.

Nur Güler besser als Alaba

Doch nun die Überraschung: Bei den intensiven Leistungstests von Real-Fitness-Guru Antonio Pintus, durchgeführt mit Hightech-Hypoxie-Masken, gehörte ausgerechnet Alaba zu den stärksten Spielern im Kader. Nur Türkei-Superstar Arda Güler hatte noch bessere Ergebnisse vorzuweisen. Herausragende aerobe Werte, bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit – teils sogar besser als bei manchem Stammspieler. Intern sorgte das für sichtliche Überraschung.

Plötzlich passt das Bild vom körperlich angeschlagenen Routinier nicht mehr. Stattdessen zeigt sich ein Profi, der im Verborgenen akribisch gearbeitet hat. Ob daraus ein spätes Comeback in Madrid entsteht oder ein starkes Signal Richtung MLS – fest steht: Abschreiben sollte man David Alaba noch lange nicht.

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