Melzer zum Auftakt souverän

French Open

Melzer zum Auftakt souverän

Melzer gestaltet seinen French-Open-Auftakt erfolgreich. Bammer bei Niederlage völlig chancenlos.

Der Niederösterreicher Jürgen Melzer steht in der zweiten Runde der Tennis-French-Open in Paris. Der 27-Jährige besiegte am Mittwoch in seiner Auftaktpartie den Australier Peter Luczak in 1:53 Stunden souverän 6:3,6:2,6:4. Melzer trifft in seinem nächsten Match auf den Brasilianer Marcos Daniel. Am Mittwoch ist noch die Oberösterreicherin Sybille Bammer gegen die Kanadierin Aleksandra Wozniak im Einsatz.

Bammer chancenlos
Eine erschreckend schwache Leistung von Sybille Bammer hat am Mittwoch das kollektive Erstrunden-Out der drei bei den French Open engagierten österreichischen Tennis-Damen besiegelt. Die 28-Jährige ging gegen die Kanadierin Aleksandra Wozniak mit 0:6,2:6 unter, wird nach ihrem vorjährigen Achtelfinal-Einzug damit in der Weltrangliste einiges an Boden verlieren. In Wimbledon sollte Bammer aber dennoch gesetzt sein.

Beobachter vermuteten Krankheitsproblem
Die Leistung der Ottensheimerin war derart katastrophal, dass Beobachter der Partie ein Krankheitsproblem bei Österreichs Nummer eins vermuteten. Doch dem war nicht so. "Wir haben auch keine Erklärung", meinte Bammer-Coach Jürgen Waber. "Sybille hat die letzten beiden Tage wegen des Regens nicht trainieren können, so war sie nicht im Rhythmus. Sie ist nie ins Spiel gekommen."

Der erste Satz war in 23 Minuten vorüber, wobei Bammer - als WTA-22. klare Favoritin - kein einziges Mal ans Netz ging und 16 unerzwungene Fehler fabrizierte. Im zweiten Durchgang hielt die Österreicherin vorerst mit, dann riss Wozniak aber wieder das Match an sich. Waber. "Wozniak hat sehr aggressiv gespielt." Bammer war hingegen zu keiner Stellungnahme bereit, die Enttäuschung dürfte zu tief gesessen sein.

Gutes Konzept
Die siegreiche 20-jährige Wozniak hatte sich ein gutes Konzept gegen Bammer zurecht gelegt: "Ich habe gewusst, ich darf Sybille nie in den Rhythmus kommen lassen. Ich war dann aber überrascht, weil sie sich sonst sehr stark bewegt. Heute war das nicht so. Ich bin glücklich und zufrieden." Die 20-jährige Wozniak ist lediglich 140. der Weltrangliste, sie trifft in Runde zwei auf die Usbekin Akgul Amanmuradowa.